Donnerstag, 9. April 2015

Napoleon in Europe (1)


Spiel: Napoleon in Europe (erweiterte Regeln)
Teilnehmer: Olaf, Sascha, Daniel & Gerrit
Szenario: IV - 1805 Vormarsch auf die Donau
Zeit: Teil 1 - 22.03.2015 (10.30-17.30)

Endlich fanden wir Zeit für die ultimative Runde Napoleon in Europe (Eagle Games). Ich hatte dazu das erweiterte Regelwerg von Glenn Drover übersetzt und mit guten Regeln aus Alan Richbourgs 'Charge the Guns' ergänzt. Einiges hatte ich angepasst, damit es eine runde Sache ergeben sollte. Ich war gespannt.

Olaf, der alte Franzose, übernimmt diesmal die Russen, Daniel, der wenig Zeit hat, die Briten, Sascha traditionell die Österreicher und ich zum ersten Mal das französische Kaiserreich. Das Szenario kommt sofort zur Sache; Großbritannien führt die Koalition mit Österreich und Russland an, Frankreich ist mit Spanien verbündet. Einige Kleinstaaten in Skandinavien und im Heiligen Römischen Reich sind bereits durch Frankreich oder Mitglieder der Koalition besetzt. Starke französische Armeen stehen im Reich vor den Toren Österreichs. Portugal, Sizilien und Schweden sind britisch.

September 1805

Gleich zu Beginn versuche ich Sascha davon zu überzeugen, dass seine Österreicher eigentlich keine Chance haben. Er glaubt mir nicht. Schade, ein Versuch war es Wert den Mehrfrontenkrieg gleich zu Beginn zu entgehen. Sascha beginnt und versucht politisch die Preußen in die Koalition zu ziehen. Erfolglos. Sein Vorstoß nach Mittelitalien ist recht halbherzig; der Papst hat gar nicht mitbekommen, dass Österreicher in der Stadt waren.
Daniel versucht mit Nelson, dessen Leben nur noch an einem seidenen Faden hängt (ein Wahrsagerin hat ihm verraten, dass er bald ins Gras beißt), den Hafen der Picardy anzugreifen und macht dabei einen mittelmäßigen Eindruck. Die Aktion hat keinen messbaren Erfolg. Russland sortiert die Truppen heftig an der Westfront hin und her und ist politisch mit Preußen genauso erfolglos, wie die Ösis. Frankreich zeigt gleich wo der Hammer hängt; Westfalen wird kurzerhand annektiert und die Österreicher im Patrimonium Petri (Vatikan) angegriffen. Der Papst hat sich kurzerhand in seiner Festung versteckt und ist froh, dass die Franzosen wieder abziehen. Das Scharmützel ist ein Erfolg für Frankreich. Um den Russen das Leben zu versauern, wird gleich noch ein Aufruhr in Finnland entfacht.

Oktober 1805

Nach langem Bitten und Betteln sind die Diplomaten Großbritanniens in Preußen erfolgreich. Jetzt stehen auf Seiten der Koalition Großbritannien, Preußen, Russland und Österreich gegen Frankreich und Spanien. Eine harte Nuss. Aber die Koalition ist sich hinsichtlich eines gemeinsamen Planes etwas uneins. Oder es handelt sich um eine perfide Verwirrungstaktik - zumindest so verwirrend, dass keiner der Beteiligten mehr durchsieht und sich auch keiner für irgendwas zuständig fühlt. Das bekommen als erstes die Österreicher zu spüren. Ziemlich alleine gelassen stehen sie einer Übermacht gegenüber. Die französisch-spanische Flotte (4 Einheiten) schlägt im mittleren Atlantik vernichtend die britischen Linienschiffe (3 Einheiten). Alle anderen Mächte versuchen ihre Truppen an die wichtigen Orte zu manövrieren; Österreicher wieder nach Norditalien, verfolgt von französischen Truppen. Russen wieder nach Norden bzw. weiter an die Grenze zu Österreich. Insgesamt kann sich kein Koalitionsmitglied dazu entschließen richtig loszuschlagen. Oder Österreich zu helfen.

November 1805

Russische Berater sind in Großbritannien angekommen, aber die Sprachbarriere scheint unüberwindbar. Kopflos marschieren preußische Truppen los und werden in letzter Sekunde nach Hannover (unter französischer Kontrolle, aber derzeit unbesetzt) umdirigiert. Mutig erringen sie einen Sieg gegen die leere Festung und metzeln alles nieder, was sich in den Weg stellt... ...die Opferzahlen sind gering; ein Preuße wurde von einer Biene gestochen, ein anderen hat sich in den Fuß geschossen, als er versuchte die Biene zu erledigen. Hannover beugt sich der Raserei und wird preußisch. Weniger Glück hat die britische Entsatzflotte, die nach ihren Kollegen im mittleren Atlantik sucht. Sie wird erfolgreich abgefangen und leistet den Gesuchten auf dem Meeresgrund Gesellschaft. Dabei fällt auch ein Admiral der Briten. Mit letzter Kraft landen die Reste des Expeditionskorps in Portugal und greifen Asturias in Spanien an. Spanische Milizen werden ausgehoben und vertreiben die Eindringlinge. Frankreich fasst die Österreicher in der Schlacht von Mailand und schlägt diese in die Flucht. Italien ist wieder befreit. Im Kanal nutzen die bisher eingeschlossenen Schiffe der Franzosen die Abwesenheit der großen britischen Flotten und greifen erfolgreich das britisch-schwedische Geschwader an, dass bereits Truppennachschub nach Portugal bringen wollte. Das Vorhaben Portugal muss danach wohl begraben werden. Aus den beiden französischen Armeen I und IV wird die Grande Armee geschmiedet und strategisch günstig in Bayern stationiert. Damit bedroht sie zum einen die Preußen in Berlin, die Russen in Schlesien und Böhmen, sowie die Österreicher in Wien. Spanische Truppen gehen auf der Halbinsel zum Gegenangriff über, vertreiben die Briten, deren Flotte und überrennen gleich auch noch die große Festung. Die Iberische Halbinsel gehört dem Kaiser. Naja bis auf den Felsen Gibraltar.

Dezember 1805

Sieben britische Schiffe knöpfen sich die französischen Störenfriede im Kanal vor und machen kurzen Prozess. Endlich auch mal ein Sieg für die Koalition. Die Abstimmung untereinander scheint besser zu werden. Österreich initiiert einen Aufstand in der Gascogne, scheitert aber daran das Osmanische Reich für sich einzunehmen. Nach diesem diplomatischen Misserfolg, den französischen Truppen vor der Haustür und Verbündeten, die sich nur um die eigenen Sorgen kümmern, bittet Österreich im Frieden von München um Gnade bei Napoleon. Dieser wird gegen die Abspaltung von Venedig und die Zusage baldmöglichst in den Krieg gegen die Koalition einzutreten großzügig gewährt und umfangreicher Schutz vor den russischen Aggressoren zugesagt. Österreich tritt damit aus der Koalition aus. Frankreich vasalliert Hessen-Berg und hebt dort sofort Truppen aus. Plötzliche, nationale Unruhen in den schottoschen Highlands und in Schweden (britisch) werden ungerechtfertigter Weise französischen Agitatoren zugeschrieben. Gerüchte! Preußische Truppen marschieren mal wieder nach Westfalen und beginnen die Belagerung der großen Festung.

Quartalsende

Die westfälische Festung hält mit der französischen Garnison stand und pinkelt auf die preußischen Belagerer herunter. Bei der Belagerung verhungert auch noch ein Regiment Preußen, weil man die Kochgeschirre vergessen hat.
Die Aufstände in Schweden, den Highlands und in der Gascogne spitzen sich zu.

Januar 1806

Der Aufruhr in der Gascogne wird militärisch unterdrückt. Aber es wird noch Wiederstand geleistet. Die I. französische Armee entsetzt in der Schlacht von Westfalen die belagerte Festung und schlägt die Preußen, die sich nach kurzem Wiederstand nach Berlin zurückziehen. Die russischen Diplomaten gewinnen das Osmanische Reich als Verbündeten und beginnen sofort deren Armee umzustrukturieren und Richtung Österreich/Russland bzw. im Mittelmeer zu verschiffen. Die Verhandlungen mit Österreich sind aber festgefahren. Zum einen steht Sascha noch im Wort mit Frankreich, zum anderen sitzt ihm wohl auch noch die Angst vor der französischen Rache im Nacken, um es russischen und osmanischen Truppen zu erlauben durch Österreich gegen Frankreich zu ziehen. Für französische Nasen riecht es gen Osten aber auf jeden Fall unangenehm nach Verrat und hosenvoll. Österreich rettet sich in das Motto "Arm aber sexy" und macht erstmal nichts. Die Russen müssen Böhmen verlassen und ziehen nach Sachsen.

Februar 1806

Die französische Grande Armee fällt über die preußischen Truppen in Berlin her. Eine flankenlastige Taktik des Heerführer führt zwar zu einer niedrigen Verlustquote, aber dafür auch zur wilden Flucht der Preußen. Wie die Hasen rennen sie und hören damit erst in Schlesien wieder auf. Großzügig, wie Franzosen so sind, lassen wir sie rennen. Die Festung fällt dem ersten Sturmangriff zum Opfer und Preußen wird eine besetzt neutrale Großmacht unter französischer Kontrolle. Warschau wird französisch. Auf Grund schlechter Kartenlage wird dabei vergessen, dass sich auch Hannover gerne wieder dem Code Napoleon unterwerfen würden. Müssen die Hannoveraner eben noch auf Kultur und Rechtsprechung etwas warten. Ein Blitzangriff gegen London sorgt zwar für Überraschung, aber ist letztendlich erfolglos. Die bereits eingeschifften britischen Invasionstruppen müssen dafür wieder an Land gesetzt werden.Die Russen konsolidieren ihre Truppen aus Schlesien und Pommern und beginnen eine Belagerung von Warschau. In Italien versuchen russische Truppen Neapel zur Zusammenarbeit zu überzeugen. Auch dieses Projekt wird erfolglos zu den Akten gelegt.


Ende von Teil 1 - es ist jetzt 17.30 Uhr und wir sind fertig mit den Nerven. Ein spannendes erstes halbes Jahr mit viel Action liegt hinter uns und wir wollen an dieser Stelle in nicht allzu ferner Zukunft weiterspielen.

Das Ergebnis ist sehr nah an der Geschichte. Österreich und Preußen sind aus der Koalition ausgeschieden. Das Heilige Römische Reich deutscher Nation hat damit fast gänzlich aufgehört zu existieren. Großbritannien, das Osmanische Reich und Russland stehen noch gegen Frankreich und Spanien ein und bedrohen die Flanken durch ihre Vielzahl an Truppen.

Montag, 16. März 2015

Holy Roman Empire: The Thirty-Years War (1)

Oha, ein Kandidat für meine Sammlung auf Kickstarter entdeckt: Holy Roman Empire: The Thirty-Years War von One Small Step Games, designed von Mark McLaughlin.




Zum einen fehlt mir ein richtig gutes Spiel vom 30-jährigen Krieg, zum anderen hat mir Rebel Raiders von Mark schon ganz gut gefallen. Nicht zuletzt finde ich, dass Spiele mit einem separaten Schlachtfeld einen besonderen Reiz haben (können). Ein automatisches Prädikat ist das natürlich nicht.




Ich müsste, wenn ich allein bleibe, 65 US$ + 30 US$ (Versand - *aaargh*) ausgeben. Ich bin hin- und hergerissen. Die Kampagne läuft ja noch 28 Tage und das Pledge-Ziel von 7.000 US$ ist ja schon fast erreicht.


Ich bin auf jeden Fall daran interessiert, dass die beiden Spielbretter aufgezogen (welche aus Papier habe ich echt genug) und dass die Terrain-Karten dabei sind. Diese Stretchgoals werden ab 14.000 US$ freigeschaltet. Das sollte erreichbar sein.






Montag, 16. Februar 2015

Aktuelles / Where there is Discord (6) / No Peace without Spain (2)

Mein letzter Post ist vom 5.11.2014. Der Umzug nahm viel Zeit in Anspruch und die Telekom brauchte auch noch eine Weile, um mich wieder an die große Welt des Internets anzuschließen.
 
Derweil bin ich in ein Häuschen gezogen, dass ein Spiel- und Lesezimmer beherbergt. - Ich habe mir fest vorgenommen in einem meiner nächsten Posts, der nicht wieder so lange auf sich warten lassen soll, ein paar Bilder vom Entstehen meines Raumes zu posten. - Wie man sich vorstellen kann, habe ich darin noch nicht allzu viel Zeit verbringen können, da natürlich die Einrichtung des restlichen Hauses Vorrang hatte.
 
Dennoch konnte ich schon 1,5 Runden Where there is Discord spielen, wobei die zweite Runde leider aus organisatorischen Gründen - Wasser im Kellerraum - abgebrochen werden musste.
 
Die erste Partie war schnell vorbei: zwischen dem 2. und 5. Mai versenkten die Briten die beiden argenitinischen U-Boote und vernichteten am 8.5. auch noch die Patrol-Group. Das brachte enorme Schwierigkeiten für den britischen Außenminister Pym mit sich. Die Situation verschlechterte sich durch die Versenkung eines Trawlers und die Mitführung von Atomwaffen durch die Task Force. Beide Informationen gelangten an die Öffentlichkeit. Durch fehlenden rechtzeitige Aufklärung der Nimrod und des SAS-Teams konnten bei sehr gutem Wetter argentinische Piloten erfolgreiche Luftangriffe starten. Zwischen dem 9.5. und 14.5. gelang es der argentinischen Luftwaffe die Versenkung von drei Zerstörern, davon zwei durch französische Exocet, sowie der Trägergruppe die Vernichtung der HMS Invincible und zweier Unterstützungsschiffe. Die Meinung in Großbritannien sank auf den Nullpunkt und führte letztendlich zur Aufgabe des Vorhabens, bevor die Inselgruppe erreicht werden konnte. Über den Status von Südgeorgien wird nun wieder verhandelt, da die britische Invasion erfolgreich war. Über den Malvinas weht seit dem die argentinische Flagge und die Militärjunta ist weiterhin an der Macht. Ist die Welt dadurch besser geworden? Eher nicht.
 
Nach fast zwei Jahren kam auch wieder No Peace Without Spain (Compass Games) auf den Tisch. Zum Angewöhnen der Regeln vorerst als Solo-Variante. Ich habe meine in 2013 angefertigte Übersetzung der Spielregeln noch einmal überarbeitet und mit der letzten Errata aktualisiert.
 
Insgesamt ist es ein schönes Spiel mit vielen Facetten, dennoch spielt es sich in Teilen irgendwie etwas hakelig, ohne dass ich da einen konkreten Grund für benennen könnte. Ich muss einfach immer wieder die gleichen Regeln (vor allem das Abfangen und die Umgehung von befestigten Linien) nachschlagen, da sie sich mir nicht von selbst erschließen. Nebenbei stolpere ich über Sonderregeln, die in einem Nebensatz erläutert sind, aber sich nicht in das Ganze so richtig einfügen wollen. Und die Regeln zu Spanien und die (Wieder-) Besetzung Madrids in Verbindung mit dem Loyalitätsmarker werde ich wohl nie vollständig begreifen.
 
Ich werde jetzt mein Solospiel beenden, die Regeln dabei noch einmal studieren und mal auf eine BGG-Nachricht von einem US-Spieler antworten, der mich schon vor langer Zeit zu einer Onlinepartie eingeladen hatte. Vielleicht hilft das ja, bevor ich das Spiel einem Freund vorstelle.

Mittwoch, 5. November 2014

Elisabeth I. (2)

Beim Stöbern nach Hilfen für Elisabeth I. (Virgin Queen) von GMT bin ich auf diese sensationelle Zusammenstellung der Karten gestoßen, die ich hier nicht vorenthalten möchte:

 
Hier wurde sich viel Mühe gegeben. 
 
 


Sonntag, 26. Oktober 2014

Fire in the Lake (1)

Fire in the Lake - Insurgency in Vietnam

Erneut Zuwachs in der Sammlung. Um Fire in the Lake vom GMT Games kam ich dann doch nicht herum. Zum einen fehlte mir dieser Konflikt noch in meiner Collection, zum anderen ist es ein weiterer Teil der COIN-Serie von Volko Ruhnke. Von ihm habe ich ja schon Andean Abyss, was mich schon sehr fasziniert. 

Nach dem ersten Probespiel muss ich sagen, dass es noch tiefer den Konflikt erleben lässt und dass die Interaktionen zwischen den Parteien (USA, VietCong, südvietnamesische Armee ARVN und nordvietnamesische Armee NVA) deutlich intensiver sind. Man lebt (naja, und stirbt) bei Andean Abyss oft eher so nebeneinander her, während es bei Fire in the Lake zu direkten Wechselwirkungen zwischen den Parteien kommt.

Wie man sieht, macht es meiner kleinen Tochter (2 Jahre) auch eine Menge Spaß. Das Würfeln und Aufstellen der weißen und schwarzen Pöppel - die man nicht unbedingt braucht - hielt sie eine ganze Stunde auf dem Stuhl, ohne dass ich mein Regelstudium groß unterbrechen musste...


Donnerstag, 7. August 2014

Soldier Kings (4)

Spiel: Soldier Kings
Teilnehmer: Olaf, Sascha, Gerrit
Szenario: World at War
Zeit: 12.07.2014, 10.30 - 17.15
 
Es bestand der Wunsch eine neue Runde Soldier Kings zu spielen. Um sich nicht bei 28° C und einer Luftfeuchtigkeit von annährend 100% mit einem neuen Regelwerk rumschlagen zu müssen. Mit Sack und Pack, also Spiel, Pokerchips, Würfeln, Bechern und Unterlagen ging es also zu Sascha.
 
Die Verlosung der sechs Großmächte im Zweierpack ging rasch vonstatten: Olaf erhielt Frankreich und Russland - darin müsste er jetzt auch schon Experte sein -, Sascha Großbritannien und Preußen und ich die Habsburger, also Spanien und Österreich mit dem Verbündeten Sachsen.
 
Ich habe mir diesmal keine detaillierten Notizen zum Spiel gemacht und versuche die Geschenisse aus dem Kopf wiederzugeben.
 

1756

Die vorgezogene Diplomatierunde ist für alle Beteiligten ein Mißerfolg. Großbritannien und Preußen versuchen sich an Schweden, Frankreich an den Niederlanden, Österreich an Bayern und Spanien an den Türken.
 
Großbritannien offenbart als erstes seine Taktik, in dem es eine 3-2er Armee mit einer starken Flotte in die Karibik entsendet und dort auf den Leeward-Inseln landet. Sehr zum Mißfallen von Olaf. Das Ziel die französischen Besitzungen zu erobern liegt auf der Hand. Die Leeward-Inseln ergeben sich nach kurzen, recht einseitigen Gefechten. Die britische Provinzialarmee fällt derweil über die Cherokee und Lousianna her.
 
Frankreich hatte mit Spanien ein Geheimabkommen getroffen und darin vereinbart, dass die Pyrenäen als Grenze respektiert würden. Durch die damit gesicherte Westgrenze können zwei Armeen unter D'Estrees das Piedmont (Königreich Sardinien) erobern. Sardinien verbündet sich hilfesuchend ausgerechnet mit Spanien, so dass die fliehende Armee und die Flotte unter spanische Kontrolle geraten. Frankreich verbringt den Rest des Jahres damit die Truppenstärke zu erhöhen und eine Flotte aufzubauen, um die Kolonien zu schützen.
 
Spanien hat erkannt, dass gegen die Marineüberlegenheit der Briten kaum etwas gewachsen ist und verlegt eine Armee auf der einzigen Flotte nach Westafrika. Der Senegal fällt und die ersten Siegpunkte für Spanien sind errungen. Die Eroberung Portugals, was sich Hilfe und Schutz von  Österreich verspricht, dauert wider erwarten deutlich länger, da die spanischen Truppen gleich zwei Mal zurückgeschlagen werden.
 
Preußen, arg eingeschränkt durch ein niedriges Militäretat, greift erwartungsgemäß Sachsen an, was dem Ansturm von Friedrich II. und zwei 4-3 Armeen heftigen Widerstand entgegensetzt. Zwei österreichische und eine sächsische Armee können mehrere Angriffe in Folge abwehren und verhindern die Einnahme Sachsens. Die Preußen sparen die restlichen Ressourcen, um die Truppen zu bezahlen.
 
Russland bietet fünf Armeen unter Apraxin auf, um die Krim zu erobern - und wird geschlagen. Die Truppen sind zu schwach, um die um ihre Heimat kämpfenden Krimtataren zu besiegen. Da auch hier klamme Kassen herrschen, gibt es keine weiteren Versuche das Gebiet zu vergrößern.
 
Österreich fürchtet - zu recht - die Machtgier der Preußen und verlässt sich nicht auf die wage Zusage, keine Angriffe auszuführen. Dennoch ist an der Nordgrenze mit der Abwehr des Angriffes auf Sachsen erst einmal Ruhe eingetreten, so dass ein Schlag gegen Venedig erfolgreich durchgeführt werden kann. Die Mauern halten einigen Angriffen stand, dennoch muss sich Emo und seine Flotte letztendlich in das Mittelmeer zurückziehen, um sich mit den neuen spanischen Verbündeten zu vereinen.
 
Russland kann nicht alle seine Truppen versorgen und damit desertieren rund 80% der Armeen. Alle anderen Großmächte können die Truppen ausreichend ernähren.
 

1757

Großbritannien setzt seinen Eroberungszug in der Karibik fort. Haiti wird den Franzosen entrissen, St. Domingo und Puerto Rico wird von den Spaniern erobert. Die Provinzialarmee tritt nicht weiter in Erscheinung. Der Ausbau der Flottenüberlegenheit wird forciert, so dass in der Karibik und im Westantlantik eine starke Flotte unter Hawke fast unangreifbar operieren kann. Frankreich unterliegt in zwei Seeschlachten. Ein britisches Expeditionskorps greift Dänemark an. Eine Eroberung gelingt nicht.
 
Trotz der Schwäche Russlands, können sich Österreich und Preußen nicht zu einem Angriff durchringen, da sie mit sich selbst beschäftigt sind. Preußen versucht einen weiteren Angriff auf Sachsen, der erneut scheitert, nutzt aber parallel die Gelegenheit Wien zu erobern und einen Vorstoß nach Böhmen zu wagen. Die österreichisch-sächsischen Truppen ziehen vor der Schlacht nach Saschsen zurück und lassen die preußischen Truppen die Festung belagern. Im Siegestaumel greifen die Preußen auch noch Polen an und erobern Warschau. Polen verbündet sich mit Österreich.
 
Österreich steht unter Druck und ringt mit sich, den Preußen die Unterwerfung anzubieten. Dieses würde die Gebietsverluste vertraglich fixieren und ein weiteres Gebiet kosten. Unter diesen Voraussetzungen erobern sardische Truppen Korsika, um einen Pfand zu haben. Es werden alle Truppen zusammengezogen, um die Preußen in der zweiten Schlacht von Wien entgegenzutreten. Dabei fallen Friedrich II. und Schwerin. Und das Wunder tritt ein: Preußen wird geschlagen und muss sich nach Schlesien zurückziehen. Zudem wird auch noch Schweden als Verbündeter gewonnen, was den Druck auf Preußen erhöht.
 
Frankreich nutzt den preußisch-österreichischen Konflikt aus und erobert die österreichischen Niederlande und die Lombardei von Österreich. Das Flottenbauprogramm wird in Angriff genommen, um zukünftig der britischen Übermacht Paroli bieten zu können.
 
Russland konsolidiert seine Kräfte und erobert im zweiten Anlauf die Krim. Die restlichen Truppen der Tataren setzen sich in das Osmanische Reich ab. Im Norden geht Zar Olaf gegen Preußen vor, was Truppen nach Sachsen und Österreich abziehen musste. Ostpreußen fällt ihnen in die Hände.
 
Spanien will der Eroberungswut von Großbritannien nicht mehr kampflos gegenüberstehen und besiegt die britische Provinialarmee in Cherokee und erobert die Region. Dabei kommen ausschließlich Kolonialarmeen zum Einsatz. Der Angriff auf Virginia gelingt ebenso. In Westafrika scheitern allerdings die Versuche die Goldküste zu erobern mehrfach am unengagierten Angriff. Letztendlich wird genug Gold geboten und die Region fällt. Spanien, unterdessen mit dem Osmanischen Reich verbündet, nutzt die Gelegenheit und die türkischen Flotten, um auch Menorca von den Briten zu erobern. 
 
Sowohl Russen, als auch Österreicher, Briten und Preußen können nicht alle ihre Truppen vollumfänglich bezahlen.
 

1758

Frankreich erobert Venedig und nimmt damit Österreich auch fast die letzten Siegpunkte ab. Ein Bruch der Absprachen mit Spanien führt dazu, dass drei französische Armeen die Pyrenäen überqueren und die spanische 2-1 Armee angreifen. Alle drei Armeen werden zurückgeschlagen und die Spanier behaupten ihre Stellung. Eine französische Flotte kann durch die britische Blockade schlüpfen und eine Armee in Neufundland an Land setzen. Diese fällt über Neufundland her und erobert es für Frankreich.
 
Da sich Österreich inzwischen von Umklammerung der preußischen Truppen befreit und auch Böhmen zurückerobert hat, geht es gegen Frankreich in Venedig vor und holt es für den Kaiser zurück. Zusammen mit den dänischen Verbündeten marschieren die Truppen gegen die preußischen Armeen und drängen sie aus Pommern nach Mecklenburg zurück. In Ungarn bricht eine Revolte aus, die bis zum Ende des Jahres nicht unter Kontrolle gebracht werden kann.
 
Russland begleicht eine offene Rechnung, stösst über Warschau nach Berlin vor und erobert es. Die Preußen haben es vorher aus ungeklärten Umständen verlassen. Damit erlahmt der russische Vorstoß allerdings auch wieder.
 
Preußen ist einer österreichischen Finte aufgesessen. Aufmarschbefehle wurden gefälscht und haben eine preußische Armee aus Berlin abbeordert und damit die Stadt schutzlos den Russen geöffnet. Preußen steht kurz davor gespalten zu werden. Da die Dänen Mecklenburg wieder verlassen und das britische Hannover erobert haben, bleibt nur die Möglichkeit zumindest Mecklenburg wieder einzunehmen.
 
Die Briten versuchen sich erneut an einer Eroberung Dänemarks und scheitern erneut. Die Truppen müssen sich zurückziehen. Hannover geht zu Gunsten Österreichs verloren. Die französische Armee in Nordamerika wird geschlagen und Kanada erobert. Cuba wird den Spanien abgenommen.
 
Spanien geht mit den schwedischen Verbündeten gegen Preußen vor und treibt die Truppen vor sich her. Die türkischen Verbündeten beherrschen das Mittelmeer. Zwischen dem spanischen und dem türkischen Hauptquartieren wird eine Eroberung Gibraltars in Erwägung gezogen, allerdings wieder verworfen. Die Lombardei wird wieder eingenommen. Indische Söldner in spanischen Diensten erobern Madras von den Briten, werden allerdings vor Carnatic zurückgeschlagen. Die Angriffe auf New York scheitern mehrfach, so dass die Eroberung aufgegeben wird.
 
  
Platzierung nach Spieler
Sascha: GB +25, PR -5 = +20
Gerrit: SP +2, ÖS +1 = +3
Olaf: RU +7, FR -18 = -11

Platzierung nach Nation
Sascha: GB +25
Olaf: RU +7
Gerrit: SP +2
Gerrit: ÖS +1
Sascha: PR +5
Olaf: FR -18

Zusammenfassung:
Großbritannien hat die Standardstrategie erfolgreich umgesetzt und sich auf den Einsatz der Flotte und die Kolonien in der Karibik bzw. Nordamerika konzentriert. Ein würdiger Gesamtsieger.
+2 Lwr Canada (FR), +3 Louisianna (FR), +1 Florida (SP), +4 Puerto Rico (SP), +7 Windward Inseln (FR), +7 Leeward Inseln (FR), +4 St. Domingo (SP), +5 Haiti (SP), -3 Virginia -3 Madras, -1 Menorca, -1 Hannover

Russland ist ja eher die arme Socke unter den Großmächten. Hat sich aber strategisch clever geschlagen. Die Ausnutzung des österreichisch-preußischen Konfliktes hat sich in der letzten Runde bezahlt gemacht.
+2 Ostpreußen (PR), +3 Berlin (PR), +1 Warschau (./.), +1 Krim (./.)

Spanien konnte seine Position zwar stärken, hat aber in der Karibik herbe Verluste einstecken müssen, die nicht auszugleichen waren.
+3 Virginia (BR), +2 Cherokee (./.), +3 Madras (BR), +3 Senegal (FR), +2 Gold Coast (./.), +1 Menorca (BR), +2 Portugal (./.), -1 Florida, -4 Puerto Rico, -4 St. Domingo, -5 Haiti

Österreich hatte erst Oberwasser, stand dann kurz vor einer Kapitulation und konnte dann wieder Erfolge feiern. Das hätte auch schlimmer ausgehen können!
+1 Hannover (BR) +1 Korsica (./.), +4 Venedig (./.), -1 Ungarn (Revolte), -4 Niederlande

Preußen hat seine Kräfte stark zersplittert; statt gegen einen Gegner entschlossen vorzugehen. Dieses führte dazu, dass sich nachher Russland und Österreich mit den Verbündeten gegen Friedrich II. wandten und alle Eroberungen wieder verloren gingen.
-2 Ostpreußen, -3 Berlin

Frankreich ist der große Verlierer dieses Spiels. Eine Stategie war eigentlich nicht zu erkennen, so sind alle französischen Regionen in der Karibik eingenommen worden , Afrika ging verloren und es wurden fast keine Erfolge in Europa erzielt. Manchmal hat man eben kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu.
Frankreich: +4 Piedmont (./.), -3 Senegal, -2 Lwr Canada, -3 Louisianna, -7 Windward Inseln, -7 Leeward Inseln

Das Auf und Ab der Großmächte und die Wechselwirkungen daraus waren wieder einmal gut zu erkennen. Es zeigte sich auch, dass ein gemeinsames Vorgehen gegen einen übermächtigen Gegner erfolgreich ist bzw. dass das Ausbleiben eines entschlossenen Angriffes dazu führt, dass eine Großmacht nahezu ungehindert Siegpunkte einsammeln kann.

Wir haben tatsächlich drei Jahre gespielt! Dabei zeigte sich nach meiner Ansicht deutlich, dass nur die Nation langfristig vorne ist, die auch einen Plan hat. Sobald man sich dazu hinreißen lässt, einen halbherzigen Angriff auszuführen, ohne dahinter auch eine Verteidigungsstrategie zu haben, geht die Sache schnell nach hinten los. Das britische Vorgehen gegen Dänemark, der französische Angriff auf Spanien, der österreichische Versuch im Mittelmeer Fuß zu fassen sind nur einige Beispiele daraus.

Insgesamt war es eine super Runde, die nur von einigen Regelmissverständnissen überschattet war. Zum nächsten Mal müssen wir unbedingt noch einmal die Regeln durchgehen und die offenen Fragen im Vorfeld klären.
 

Mittwoch, 30. April 2014

A Fatal Attraction: the Gallipoli Campaign (1)

Quelle: ATO Magazin
Ich habe gebraucht A Fatal Attraction: the Gallipoli Campaign mit zugehörigem Against the Odds-Magazin erworben. Auch wenn die Spielregel nach (fast) einhelliger Meinung im Netz eine Neufassung erfordert, freue ich mich auf das Spiel. Thematisch finde ich es wahnsinnig spannend und in der CoSim-Welt wenig umgesetzt. Mal sehen, ob ich es über das lange "Wochenende" schaffe eine Runde zu spielen. Nebenbei laufen ja auch noch zwei Spiele Paths of Glory via Cyberboard, so dass ich das Jahr des 100.-Jubiläums des Beginns des 1. Weltkrieges entsprechend würdig begehe.
 
Ungespielt und thematisch dicht dran liegen auch noch Lawrence of Arabia (3W) und Grand Illusion (GMT Games) im Regal. Gerade letzteres ist regeltechnisch eine Herausforderung, so dass es nicht über ein Probespielzug herauskam. Schade eigentlich; die Größe der Hexfelder und die Grundidee machen schon Lust auf das Spiel.

Donnerstag, 17. April 2014

Paths of Glory (2-III) Herbst 1914

Herbst 1914

Die Österreicher und die Franzosen müssen Pflichtoffensiven ausführen.
Die deutschen Truppen holen zum vernichtenden Schlag gegen die Alliierten in Frankreich aus und verlegen die GE5 nach Cambrai, GE4 nach Amiens, GE1 nach Rouen, GE7 nach Nevers und das GEc (Sedan) nach Orleans. Damit generieren sie nicht nur drei weitere Siegpunkte, sondern lassen fünf französische Armeen, drei Korps und die BEF ohne Versorgung zurück, da diese aus London statt findet.


Westfront Runde 1 / Zug 3
Die Alliierten bringen noch die BR3 mit zwei Korps (Reserve) in das Spiel und bitten den Kaiser um Frieden.
 
Ich gebe mich geschlagen. Ich habe zwar noch gute Karten auf der Hand, müsste aber die Briten noch durch eine strategische Umgruppierung verstärken, um die Deutschen unter Druch setzen zu können. Die russischen Truppen müssten dann noch rechtzeitig an der Front sein, um die verlorenen Siegpunkte aus Frankreich auffangen zu können. Das ist eines der frustrierendsten Spiele, die ich bislang gespielt habe. Danke Christian für diese Lektion.

Dienstag, 15. April 2014

Paths of Glory (2-II) September 1914

September 1914

Ostfront (Nord) Ende Zug 2
Es kommt zu keinen Pflichtoffensiven, dennoch greift die GE8 erfolgreich die Festung Warschau an, die Festung fällt (4:0) und die deutschen Truppen erleiden keinerlei Verluste. Die GE7 aus Mulhouse attackiert die beiden FRc, die sich in dem Bergfeld in ihren Gräben verschanzt haben und von der der Festung Belfort unterstützt werden. Die Franzosen erringen dabei das bestmögliche Ergebnis (2:3) in dem sie den Angriff abweisen, den Deutschen einen Verlust beifügen (Wahrscheinlichkeit von 2,8%!) und dabei nur ein Korps verlieren.
Russische Verstärkungen treffen in Petrograd (RU9) und im Kharkov (RU10) ein.
Die GE1 verlegt via Brüssel nach Cambrai. Die GE2, GE3 (beide Sedan), die GE4 und GE5 (beide Metz) greifen gemeinsam Verdun (FR3 und FR4) an. Die Verluste sind auf französischer Seite verheerend! Von der FR3 bleibt nur noch ein geschwächtes Korps übrig, dass sich nach Bar le Duc zurückzieht und die FR4 entzieht sich der Übermacht durch einen Rückzug nach Nancy. Die Deutschen belagern die Festung nicht.

Ostfront (Süd) Ende Zug 2
Die FR9 und die FR2 besetzen die Festungsanlagen von Verdun wieder bevor die Deutschen sie einnehmen oder zerstören können und die RU10 verlegt zu den beiden bestehenden Armeen nach Dubno, um den Druck wenigstens im Osten aufrecht zu erhalten.
Frische "Landwehr"-Einheiten füllen die Reihen der GE7 in Mulhouse und der GE2 in Sedan.
Die BE1 verlegt nach Ostend, um den Deutschen die Siegpunktfelder in Belgien und Frankreich nicht kampflos in die Hände fallen zu lassen, während die RU3, RU8 und RU10 sich zum Angriff auf Tarnopol bereit machen. Die Schlacht endet unentschieden und die RU3 und RU8 müssen Verluste hinnehmen. Die österreich-deutschen Verteidiger halten zwar stand, müssen aber bei der AH3 und beiden deutschen Korps Verluste hinnehmen.
Tarnopol ist nicht mehr zu halten und die Verteidiger ziehen sich nach Munkacs (GEc), Przemysl (GEc) und Uzhgorod (AH5) zurück. Auf dem Rückzug wird noch Czernowitz zurückerobert (Siegpunkt). An der Westfront lassen die Deutschen nicht locker und greifen mit der GE2, GE3, GE4 und GE5 erneut Verdun an. Der Angriff wird abgewiesen und die GE2 reduziert sich auf ein schwaches Korps. Aber auch die Franzosen erleiden schwere Verluste. So wird die FR9 eliminiert und das Korps reduziert. Zeitgleich wird erneut die Festung Belfort mit zwei FRc von der GE7 angegriffen. Der Durchbruch gelingt und die beiden französischen Korps werden gänzlich aufgerieben. Die Festung wird belagert. Die Verteidigung der Linie Verdun-Nancy-Belfort ist nunmehr fast gänzlich zusammengebrochen und die Verluste können kaum wieder wettgemacht werden.

Westfront Ende Zug 2
Auf der Hand der Alliierten befinden sich nur noch wenige Operationspunkte, so dass eine Aktivierung der BEF kaum Erfolg verspricht. Daher wird die RU9 nach Szawli verlegt und die RU1 und RU2 ziehen nach Insterberg / Ostpreußen, um hier den Bewegungskrieg fortzusetzen. Dabei werden Memel und Tannenberg erobert. Das RUc aus Kovno marschiert nach Lomza.
Strategische Umgruppierungen lassen drei neue deutsche Korps aus der Heimat (Reserve) erscheinen; zwei in Königsberg und eines in Cambrai. Das AHc (Stanislav) verlegt nacht Pecs, um ein Abschneiden der AHx in X durch die serbischen Truppen zu verhindern.
Balkanfront Ende Zug 2
Die BR1 wird in London aufgestellt.
Die Mittelmächte und die Alliierten verstärken ihre Truppen durch frische Einheiten.
Die GE7 scheitert an der Belagerung von Belfort.

Es werden folgende Einheiten verstärkt: (FR3) (Reserve > Paris), BRc (Cairo), RU8 (Dubno), GE2 > Essen, GEc (Sedan), GEc (Przemysl), AH3 (x), AHc (> Reserve).

Kriegsstatus: Mittelmächte 3 (Mobilisierung), Alliierte 5 (begrenzter Krieg), Summe 8, Russland: "Gott schütze den Zar", USA: "U.S. neutral". Siegpunkte: 13.

Das war eine harte Runde für die Alliierten und ich befürchte, dass es noch schlimmer kommt. Trotz des heldenhaften Einsatzes der französischen Truppen, ist die Festungslinie Verdun-Nancy-Belfort nicht mehr zu halten. Um wenigstens im Osten aktiv sein zu können, habe ich die britischen Truppen falsch bzw. wohl zu spät eingesetzt. Die BEF mit einer den deutschen gleichen Kampfstärke war noch nicht im Einsatz und die BR1 steht noch in London. Die russische und die serbische Front sind zwar beide stabil, allerdings konnten sich die Russen nicht durchsetzen. Die unentschiedene Schlacht um Tarnopol fügte zwar Verluste auf Seiten der Mittelmächte herbei, allerdings fehlte die Kraft, um den Angriff weiterzutragen. Ich hatte nur noch 2/2-er Karten auf der Hand. Um nicht eine russische Armee wiedereinsetzen zu müssen, habe ich mich für eine Verlustverteilung zu Lasten zweier russischer Armeen, statt der Reduzierung auf ein Korps entschieden.  Die Deutschen werden jetzt alles daran setzen, die Franzosen nachhaltig zu schlagen bzw. sogar von der Versorgung abzuschneiden, um die restlichen sieben Siegpunkte zu erreichen. Die französischen Verluste können kaum wiederhergestellt werden. Insgesamt haben die Franzosen 14 Verluste (gegen 8 deutsche) erlitten. Meine Strategie zu Gunsten eines langen Krieges auf das frühzeitige Erreichen eines höheren Kriegsstatus zu setzen, hat sich nicht bewährt.

Freitag, 4. April 2014

Paths of Glory (2-I) August 1914

Spiel: Paths of Glory (GMT Games)
Teilnehmer: Christian, Gerrit (über Cyberboard und ACTS)
Szenario: historisches Szenario von Ted Raicer
Zeit: 15.03.2014 - 09.04.2014
 
Christian überzeugte mich, dass es Zeit für eine Runde Paths of Glory ist. Wir spielen mittels Cyberboard und ziehen die Karten bzw. würfeln via ACTS (acts.warhorsesim.com). Björn spielt mehrere Runden gleichzeitig, während ich mich auf eine Runde konzentriere - ich bin auch regeltechnisch etwas eingerostet. Björn übernimmt die Mittelmächte und ich auf meinen Wunschin hin die Alliierten. Hier nun der detaillierte Bericht in mehreren Teilen.

Im Folgenden werden die Armeen entsprechend des Counters abgekürzt. Einheiten mit einem Verlustpunkt werden in Klammern gesetzt. Je nach Wichtigkeit gebe ich bei Schlachten auch das Ergebnis an, hier jeweils die endgültigen Verluste. Die gespielten Ereignis- bzw. Kampfkarten werden in Anführungszeichen gesetzt.
 

August 1914

Die "Augustkanonen" zwingen die Festung Lüttich in die Knie und stationieren die GE1, GE2 und GE3 in Angriffsposition. Die deutschen Truppen greifen Sedan mit der FR5 an und fügen ihr erste leichte Verluste zu. Diese zieht sich mit einem Verlustpunkt nach Chateau-Thierry zurück. Die GE1 und GE2 rücken nach Sedan vor. Ein Siegpunkt für die Mittelmächte.
Westfront Ende Zug 1
Die Russen versuchen sich an einem Flankenangriff mit der RU3 und RU8 gegen die AH5 in Tarnopol. Der Versuch scheitert und die RU3 und AH5 erleiden jeweils einen Verlust. In Timisvar wird das AHc durch die SB1 vernichtet. Die serbische Armee verzichtet auf einen Vorstoß und bleibt in Belgrad zurück. Im Westen verlegt das BEF nach Amiens um aus der Reichweite der drei deutschen Armeen zu kommen.
Strategische Umgruppierungen verlegen zwei neue deutsche Korps aus der Reserve nach Tarnopol, um die schwachen österreichischen Truppen zu verstärken. Das AHc in Czernowitz zieht sich im Angesicht der RU8 nach Munkacs zurück. An der Westfront bleibt es ruhig.
Die Alliierten konsolidieren ihre Truppen und verlegen die exponierte BE1 nach Amiens, die BEF nach Chateau-Thierry und die RU8 via Czernopol nach Dubno. Die Besetzung Czernopols wird nur vorrübergehend sein, bringt aber einen Siegpunkt.
Durch eine Optimierung des Oberkommandos ("Süd Armee") können die deutschen Truppen nun auch mit österreichischen kommandiert werden, da macht auch die Verlegung der beiden deutschen Korps noch mehr Sinn.

Der "Überfall auf Belgien" wird international geächtet und bringt einen Siegpunkt für die Alliierten. Im Gegenzug wird die Befehlsstruktur der Deutschen Ostgebiete mit "OberOst" neu geordnet. Jetzt sind können auch russische Festungen angegriffen werden.


Ostfront Ende Zug 1
Die Alliierten verlegen die SB2 via Timisvar nach Belgrad zur SB1. Die RU1 und das RUc aus Riga werden nach Kovno, um der GE8 etwas entgegenzusetzen. Dieser bleibt aber vorerst aus.
Auch die Deutschen ordnen ihre Kräfte neu. Das GEc aus Insterberg verlegt nach Königsberg und die GE8 nach Lodz (Siegpunkt Mittelmächte). Die GE2 und GE3 greifen die (FR5) und die BEF in Chateaux-Thierry an. Trotz eines strategischen Rückzuges, wird die französische Armee vernichtet. Das FRc und die BEF ziehen sich nach Paris bzw. Melun zurück. Die GE2 erleidet einen Verlust. Die Deutschen verzichten auf ein Vorrücken.
Sowohl Alliierte als auch die Mittelmächte spielen Karten für Ersatzpunkte. Zudem wird "Blockade" gespielt, um den Kriegsstatus hoch zu setzen und für den Winter 1914/15 den Mittelmächten schon einen Siegpunkt abzuziehen.


Es werden die folgenden Einheiten verstärkt: RU3 (Dubno), BRc (Port Said), BRc (Basra), (FR5) (Reserve > Paris), FR9 Bar le Duc, AH2 (Munkacs), GE2 (Sedan), GE7 (Mulhouse), GEc (Bremen) und GEc (Oppeln).

Balkanfront Ende Zug 1

Kriegsstatus: Mittelmächte 3 (Mobilisierung), Alliierte 4 (Mobilisierung, ab Winter 1914: begrenzter Krieg), Summe 7, Russland: "Gott schütze den Zar", USA: "U.S. neutral". Siegpunkte: 10

Ich habe mit der Verlegung der BEF eine Aktivierung verschenkt und das Spielern der Ersatzpunkte statt einer Operation war hinsichtlich der bisher geringen Verluste sicherlich nicht unbedingt nötig. Ich fand es schwer den drei deutschen Armee an der Westfront zu begegnen, profitierte aber letztendlich von den schlechten Würfelergebnissen. An der Ostfront habe ich übersehen, dass ich "Pleve" als Kampfkarte hätte spielen können. Ab 1915 verfüge ich aber immerhin über die "begrenzter Krieg"-Karten, während die Mittelmächte mit Ereignissen nachziehen müssten, um den Status zu erreichen.