Samstag, 11. Juni 2016

Empire of the Sun (2-III Ende) gegen Christian

Runde 7 / September - Dezember 1942

Die Alliierten erhalten Verstärkungen in Burma durch zwei US Lufteinheiten und neue Bodentruppen. Die restlichen Verstärkungen werden auf New Guinea platziert, um von dort den Sprung auf die Inseln zu wagen. Die Japaner verstärken vor allem in und um New Guinea.
Die US U-Boote sind erfolgreich, so dass Japan eine Karte weniger zieht.
Das XXIV. und das XI. US-Korps stoßen auf New Britain weiter in das Landesinnere vor und stehen vor Rabaul, das von der 15., 27. (red.) und 31. Armee verteidigt wird. Die US Luftlandedivision wird nach Gili Gili zur 11AF verlegt [Das war ein Fehler; von Wewak aus hätte man Biak oder Vogelkop angreifen können.]
US Joint Staff Debate führt zu einem erneuten ISR der Alliierten.
Einigung wieder hergestellt.
Die SS-Brigade (red.) wird zusammen mit der 24. Luftflotte nach Nanumea verlegt. Der Träger Kaiyo wird zusammen mit der 27. Armee (red.) im Austausch zur ED-Armee nach Truk verlegt, während die 2. Armee (red.) nach Kwajalein gesandt wird, um die Marshall Islands zu verteidigen. Nun wird Rabaul durch Kaiyo, Nagato und Naohi (alle red.) (21. Angriffsstärken) und die 15., 31. und ED-Armee (56 Angriffsstärken) verteidigt.
Großangriff auf Rabaul: Washington, Massachusetts, Wasp, Essex und die 11AF greifen Rabaul (A) an, um den XIV., XXIV. und XI. US Korps den Sturm zu ermöglichen. Um Reaktionen einzugrenzen, greifen die 5AF (Bomber) Truk (B) und die 11AF (Bomber) Kravieng (C) an. Die US LUftlandedivsion springt über dem unbesetzten Hollandia ab, um die Stadt einzunehmen. Vor Reaktion A: A/N 59 vs. 21 und G 66 vs. 56; B: A/N 4 vs. 20; C: A/N 4 vs. 27. Der Monsoon verhindert die Offensive der Alliierten und die Truppen warden zurückgerufen. [Die Reaktionskarte hatte sich Christian als Future Offensive beiseite gelegt. Das war jetzt für mich die gleiche bittere Pille, wie meine Ambush-Karte, die ich in Burma eingesetzt hatte.]
DIe SS-Brigade landet mit Luftunterstützung der 24. Luftflotte auf Viti (Fiji-Inseln). Die 2. Armee (red.) und 26. Luftflotte verlegen nach Nanumea, während die 21. nach Jaluit gesandt wird. Damit versuchen die japanischen Strategen einen Keil zwischen die US-Truppen zu treiben.
Die Massachusetts und die Wasp (red.) geleiten die 1st Marines und das XIV. Korps auf die Palau Inseln und Yap, um einen vorgeschobenen Posten zu errichten.
Die Aoba verstärkt die Einheiten auf Truk, während die 28. und 23. Luftflotten einen Schlag gegen die Landungstruppen auf New Britain. Die 11AF ist auf Patrouille und greift sofort in das Geschehen ein - allerdings ist das ein absoluter Fehlschlag. Während die Japaner keinen Schaden erleiden, wird die 11AF eliminiert.
Die ASP sind fast aufgebraucht, so dass die Admirality Islands nicht mehr erobert werden können und auch ein Angriff auf Rabaul schwierig wird. So versuchen die Alliierten wenigstens New Guinea zu befreien. Aitape wird durch die Essex, Washington (red.), 5. AF und dem I. Korps attackiert. Zur Unterstützung der 28. Luftflotte eilen die 23. Luftflotte und die 18. Armee (red.), sowie die Yamato (red.) und Hiei (red.) zu Hilfe. Die Essex erleidet genauso wie die japanische 23. Luftflotte Treffer. Der Bodenkampf bringt keine Vorteile und die US-Truppen müssen sich zurückziehen.
Japan passt.
Es kommen Verstärkungstruppen aus Hawaii.
Die 27. und 28. Luftflotte greifen von Guadalcanal Espiritu Santu an. Dabei werden sie von der Yamato unterstützt, die die 2. Armee (red.) anlanden. Die Alliierten mobilisieren noch einmal alle Kräfte; aus Lae läuft der leichte Träger Casablanca aus, aus Funafuti eilen die Missouri und die Bomber der 7AF heran. Die Japaner werden überrumpelt. Die Yamato entgeht den Angriffen, aber die beiden Lufteinheiten werden fast vollständig eliminiert. Die 2. Armee (red.) muss sich unverrichteter Dinge wieder zurückziehen.
Die 2M verlegt von Nauru nach Espiritu Santu, um weitere Eroberungsversuche zu erschweren. Die Casablanca und und Missouri laufen aus, um Nanumea zu erobern. Die SF Brigade landet auf der Insel, die nur von der 26. Lufteinheit verteidigt wird. Unterstützt werden die US Truppen durch die 7AF auf Funafuti. Auch diesmal gelingt den Alliierten kein Überraschungsangriff und die Reaktion der Japaner ist erneut heftig. Der Träger Kaiyo (red.) läuft aus Rabaul und Zuiho (red.) aus Guadalcanal aus. Dennoch kommt die Unterstützung umsonst; während die Japaner keinen Treffer landen können, werden beide Träger vernichtet und die Lufteinheit reduziert. Nanumea wird eingenommen.
Die Japaner landen die 18. (red.), 27. (red.) und 35. Armee in Aitape / New Guinea an, um den Vormarsch der Alliierten zu stoppen.
Die Alliierten senden das 4. Australische Korps nach Wewak, um einen Angriff wirksam begegnen zu können. Massachusetts und Essex attackieren das Flugfeld der Admirality Islands. Die verteidigende Lufteinheit wird abgeschossen und die Schiffe laufen in Wewak ein.
Die Japaner überraschen mit einem Coup in Burma und Nordindien. Während Lufteinheiten die alliierten Truppen in Akyab und Calcutta binden, landet die 14. Japanische Armee amphibisch in Dacca. Die Verluste halten sich in Grenzen, aber Dacca wird besetzt. [Schade, dass Szenarien mit so einem Final Move enden. Die Weitsicht dieses Angriffes musste ich mir aber erst noch erklären lassen. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich mit der Eroberung von Palau zwischenzeitlich wieder in Führung gegangen war.]

Ende Runde 7

 Ich habe keines meiner Ziele auch nur annährend erreicht und war damit beschäftigt den Japaner davon abzuhalten Townsville von Oahu zu trennen, was er durch die Umgehungsbewegungen über die Ellice Islands und Landungen auf Espiritu Sanctu versuchte. Sehr bedauerlich, dass mein vorbereiteter Großangriff auf Rabaul so kläglich im Monsoon stecken blieb. Mit der Landung auf Palau hätte ich eine gute zentrale Ausgangsbasis für weitere Operationen, aber das war die letzte Runde. Was hätte ich besser machen können? Vermutlich mehr auf die Siegbedingungen des Szenarios gucken. Es fehlt mir auf jeden Fall noch in Strategien für das Kartenhandmanagement und an Ideen, wie man mit der geringen Anzahl ASP die maßgeblichen Felder unter Kontrolle bringt.
Szenario-Ende Runde 7. Quelle: Vassal.
Burma Road offen                                            0
Dacca                                                                +1
Australian Mandates                                     +3
New Guinea                                                     -1
Political Will 2                                                 +4
Hawaii jap. besetzt                                         +2
AP Hafen ≤ 11 Felder von Tokyo                  -3

Mit 6 Punkten hat Japan einen taktischen Sieg errungen. Herzlichen Glückwunsch, lieber Christian. Ich hoffe, dass ich es Dir nicht zu leicht gemacht habe. Rückrunde? Diesmal trägst Du den M 1 und ich den Typ 90?


Freitag, 10. Juni 2016

Empire of the Sun (2-II) gegen Christian


Runde 6 / Mai - August 1943
Um den Japaner erst gar keine Zeit zu lassen die Kräfte in Burma gegen Nordindien zu formieren, wird ein Präventivschlag vorbereitet. Dafür wird sogar die 14AF aus China abgezogen, um die nötige Deckung zu geben.
Die Japaner ziehen nach und nach Einheiten von den Heimatinseln ab, um die Verluste im südlichen Pazifik auszugleichen.
Bevor diese Einheiten in Reichweite kommen, beschließt das Oberkommando vor der geplanten Burma-Offensive Lae auf New Guinea zu erobern und auf New Britain zu landen, um gegen Rabaul vorgehen zu können. Die Landung des XXIV. Korps bleibt unbemerkt.

Nun starten die japanischen Marine- und Heerestruppen doch noch einen Versuch, um Lae zurückzuerobern. Trotz Einsatzes der Yamato (red.) und Hiei (red.), sowie Shokaku (red.) und der 1. Luftflotte erfolglos. Der massive Einsatz der US-Marine - Massachusetts, Washington mit den Trägern Enterprise und San Jacinto - verhindert schlimmeres. Lae bleibt von den US-Truppen besetzt und die japanischen Lufteinheiten müssen Verluste hinnehmen.
Die US Flotte findet zu einer Vereinbarung mit dem US Heer, so dass zukünftig beide gemeinsam agieren können.

Die Landung des XXIV. Korps auf New Britain blieb wohl doch nicht unbemerkt, die Japaner greifen mit Luft- und Seestreitkräften - Yamato (red.) und 5. Luftflotte (red.) - an. Allerdings auch hier erfolglos, da wieder die beiden Schlachtschiffe mit einem Träger die Bodentruppen unterstützen.
Um den Druck aufrecht zu erhalten erneuern die kombinierten US-Truppen ihre Offensive auf New Guinea und greifen die Admirality Islands - Massachusetts und 5AF (red.) vs. 1. Luftflotte (red.) - und amphibisch Wewak - Washington (red.), San Joainto (red.), Enterprise (red.), XI. US Korps und 5AF vs. 6. Luftflotte, ED-Armee und 4SN-Brigade (red.) - an. Von Truk und Rabaul eilen sämtliche verfügbaren Großkampfschiffe - Yamato (red.) und Hiei (red.) - sowie die 21. Luftflotte (red.) des Kaisers nach Wewak, um diesem Einhalt zu gebieten. Aber die überlegene Strategie in Verbindung mit dem nötigen Schlachtglück lässt auch Wewak in amerikanische Hände fallen. Die japanische ED-Armee muss sich zurückziehen. Dennoch ist dieser Sieg ein herber Schlag für die Alliierten. Die beiden Träger San Jacinto und Enterprise sinken.

Japanische Fallschirmjäger erobern Madang zurück und die Japaner beginnen mit einer großangelegten Umstrukturierung der südpazifischen Truppen.

Die nunmehr ausgeruhten Truppen der Briten, nämlich das 15. und 33. (red.) Korps, greifen in einer kombinierten Aktion mit der SEAC Lufteinheit Mandalay an, während gleichzeitig ein Ablenkungsangriff des Kreuzergeschwaders um die London die Truppen in Rangoon beschäftigen. Mandalay wird von der 33. (red.) und 28. Armee, sowie der 4. Luftflotte verteidigt. Unerwartet entkommt das Kreuzergeschwader unbeschädigt und die britischen Korps überrumpeln die Japaner. Die japanischen Einheiten werden völlig aufgerieben, während die Briten nur leichte Verluste bei der SEAC hinnehmen müssen. Damit ist der japanische Vormarsch auf Nordindien völlig in sich zusammengebrochen. Allerdings ist Rangoon noch stark mit der 14. und der Koreanischen Armee, sowie der 2. Lufteinheit besetzt.

Die japanischen 23. und 28. Luftflotten werden taktisch zurückgezogen, um im September wieder eingesetzt zu werden.
Madang wird durch das XI. US-Korps zurückerobert und aus Australien werden frische Marine- und Korpstruppen in Wewak stationiert, um gegen die Australian Mandates vorgehen zu können. Die Einheiten der 13AF werden aus taktischen Gründen aus dem Kampfeinsatz genommen.

Kleiner Sieg der Achse in Europa (WiE -1 à -2).
Großer Sieg der Alliierten in Europa (WiE +2 à 0). Dieser Sieg hilft den alliierten Truppen im Pazifikraum ziemlich wenig, da das WiE-Level positiv sein müsste, um eine Umleitung der Nachschubtruppen zu vermeiden. Diesen Zug durfte ich dank Christians Hinweis wieder stornieren und die Karte stattdessen als OPs nutzen.

11AF taktischer Rückzug. Die Marinebrigade greift mit Unterstützung der Missouri und einer Lufteinheit Kauai an. Eine Reaktion der Japaner ist auf Grund der Reichweite nicht möglich und Kauai wird zurückerobert.
Ende Runde 6

Es sind wieder keine Träger mehr verfügbar, was in der Heimat als Bedrohung empfunden wird (-1 PW). Die Lage im Südpazifik hat sich dennoch überwiegend stabilisiert. Vier Häfen sind auf New Guinea besetzt und der Landekopf auf New Britain konnte gehalten werden. In Südostasien haben sich die japanischen Truppen in Rangoon eingeigelt und China, wie auch Indien sind weit davon entfernt zu kapitulieren. Sollten die Japaner ihre Stellungen halten bzw. doch wieder weiter ausbauen, haben sie einen taktischen Sieg errungen.
JP Ressourcen: 14              WIE: -2                                    US PW: +3                              Jp. Div. in China: 5
Keine US-Träger mehr auf der Karte
Burma Road offen          0
Australian Mandates     +3
Kontrolle New Guinea -1
US Political Will (2)        +4
Hawaii-Inseln (2)            +2
VP          +8 = japanischer taktischer Sieg
Situation Ende Runde 6. Quelle: Vassal



Empire of the Sun (2-I) gegen Christian

Spiel: Empire of the Sun
Teilnehmer: Christian (Japaner), Gerrit (Alliierte) / über ACTS und Vassal
Szenario: 1943 "Irgendwo im Pazifik"
Zeit: 12.03.2016 - 08.06.2016




Runde 5 / Jan. - Apr. 1943


Ausgangssituation: War in Europe -1; US Political Will +6; Progress of War 5; US ASP 4; JP Divisionen in China 7; JP ASP 7 (Barges); JP Resources +14; JP Air Replacement 2; JP Naval Replacement 1

Runde 5 / Januar - April 1943
Die Alliierten leiden unter chronischem OPs-Mangel und verfügen nur über 13 OP bei 7 Handkarten und eine 2-OP-Future Offensive. Zudem besteht Inter Service Rivalry, was die Koordination der Verteidigung und der Angriffe erschwert.

Die Rückeroberung des Hafens und Flugfeldes von Lae / New Guinea gelingt dem XI. US-Korps trotz japanischer Luftüberlegenheit und die 18. Armee wird vernichtet. Ein weiterer Vorstoß kann vorerst nicht erfolgen, da die Japaner über eine effektive Luftdeckung auf New Guinea, Truk und New Britain verfügen.
Der alliierte Versuch die ISR zu beenden schlägt fehl, da Japan seinerseits interveniert. Allerdings finden IJN und IJA wieder zu einander und können nun gemeinsam agieren.

Die Alliierten testen die japanische Verteidigungsbereitschaft mit einem Probeangriff auf New Georgia. Die Garnison wird geschwächt, was gegebenenfalls eine zukünftige Landung begünstigen kann.
Der Großangriff der Japaner gegen Mandalay und Imphal/Kohima wird durch abgefangene Funksprüche  rechtzeitig den Alliierten bekannt und die 5., 15. und 33. Armeen des Kaisers geraten in einen Hinterhalt. Unterstützt durch den Träger „Indomitable“ brechen die Angriffe unter dem Feuer des Schlachtschiffes „Warspite“ und der verteidigenden britischen und indischen Korps zusammen, nachdem die japanische Luftwaffe in diesem Gebiet faktisch ausgelöscht wurde. Nur Reste der 33. Armee (red.) gelingt die Flucht und die Errichtung einer Verteidigungsstellung in Mandalay.

Während die Japaner Infanterie und Lufteinheiten aus China, Korea und Japan nach Burma heranführen müssen, gelingt eine kleinere Offensive chinesischer Einheiten in Myitkyina / Burma. Auf Grund schlechter Aufklärung greifen die RAF und USAF nicht wie geplant die japanische Infanterie an, obwohl diese über keine  Luftdeckung verfügt. Hier wurde eine Chance vertan.
Auf Attu/Kiska (Aleuten) wird mit Unterstützung der USN die Garnison der Japaner aufgerieben und die Inselgruppe besetzt. Nauru wird ohne Gegenwehr besetzt.

Nach dem Rückschlag auf dem Festland, sollen es nun die IJN und Luftwaffe richten. Es wird eine koordinierte Offensive auf die Stützpunkte der US-Truppen auf Gili Gili (New Guinea) - I. US Korps - und Guadalcanal - XVI. US Korps - gestartet. Die See-/Luftschlacht vor Guadalcanal hinterlässt schwere Verluste bei der US-Luftwaffe und versenkt die Enterprise. Die Japaner erleiden nur Treffer auf der Shokaku. Die Seeschlacht vor Gili Gili ist ein völliges Desaster für die IJN; während die North Carolina beschädigt wird, werden auf japanischer Seite die Nagato, Yamato und Takao schwer getroffen.
Der Angriff gegen Gili Gili wird wieder aufgenommen. Diesmal haben die US-Streitkräfte kaum noch Einheiten, um angemessen reagieren zu können. Der Träger Lexington und das Schlachtschiff  North Carolina sinken auf den Grund der Salomonensee, während die Japaner weitere Treffer auf den bislang unbeschädigten Schiffen Kamikaze und Nahoi hinnehmen müssen.

Yamamoto wird auf einem Inspektionsflug über Bougainville von der USAF abgeschossen. [Diese Karte hätte ich wirklich besser als OPs einsetzen können.]
Da Guadalcanal nicht von US-Einheiten verstärkt werden konnte, nutzen die Japaner die Chance für einen gut vorbereiteten Angriff auf die Insel mit dem Träger Zuiho, den Schlachtschiffen Yamato und Nagato, sowie der 17. und 19. Armee. Die Alliierten sind nicht in der Lage die Verteidigung zu organisieren. Dennoch scheitert der Angriff. Die 17. und 19. japanische Armeen werden eliminiert. Allerdings wird auch die XIV. US-Armee vernichtet.

Es ist zu spüren, dass Yamamotos taktisches Geschick und Eleganz fehlen. Das japanische Hauptquartier befiehlt einen weiteren Angriff auf Guadalcanal. Es fehlt fast gänzlich an alliierten Verteidigern, nur eine angeschlagene Lufteinheit fliegt noch heroisch Einsätze gegen die Flotte aus Träger, Schlachtschiffen und Kreuzer. Ein einzelner kritischer Treffer beschädigt den Träger Zuiho“ schwer. Der 35. Armee ist dagegen nichts mehr entgegenzusetzen. Guadalcanal fällt den Japanern in die Hände.
Aber die Japaner sind noch nicht am Ende. Trotz der angeschlagenen Einheiten, greift die Flotte Hawaii-Inseln an. Nagato und Aoba“ attackieren mit einer Brigade Kauai. Yamato begleitet eine  Brigade nach Hawaii und Hiei greift zusammen mit dem Träger Shokaku Oahu an. Es befinden sich kaum US-Einheiten als Verteidiger in Reichweite. Die Missouri eilt von den Aleuten herbei, kann aber nur noch Hiei beschädigen. Die Japaner hinterlassen die 1SN Brigade auf Hawaii und die 3SN Brigade auf Kauai als Garnisonen.

Situation nach Runde 5
Die USN steht tatsächlich ohne Träger im Pazifik da [-1 PW] und hat spürbare Verluste bei der USAF erlitten. Allerdings konnten wichtige strategische Punkte Atti und Nauru erobert werden. Burma wurde erfolgreich verteidigt und der Weg nach Nordindien ist weiterhin durch eine ausreichende Anzahl Korps gesperrt. Leider habe ich die Chance verpasst, weiter an dieser Front Druck auszuüben.

Die Japaner haben weiterhin Zeit gewonnen und es ging keines der wichtigen Versorgungsfelder verloren. Die IJN hat hohe Verluste erlitten und es stehen nur noch drei Träger und drei Schlachtschiffe zur Verfügung; fast alle jeweils angeschlagen. Die IJA hat zudem fünf Armeen eingebüßt, die allerdings in dem kurzen Szenario leicht aus China abgezogen werden und damit ersetzt werden können. Guadalcanal wurde erobert, so dass es möglich ist zum Ende des Szenarios Townsville von Oahu zu isolieren [Die strategische Bedeutung von Guadalcanal habe ich aber erst in der Runde 6 erkannt.]. Zwei der drei Hawaii-Inseln konnten besetzt werden [Siegpunkte].
Siegpunktestand nach Runde 5:
Australian Mandates                   +3
Burma Road geschlossen            +1
US Political Will               5           +1
Summe                           +5 = Alliierter taktischer Sieg          

Situation zu Beginn der Runde 6. Quelle: Vassal
         

Mittwoch, 8. Juni 2016

Empire of the Sun (1-I) gegen Volker


Spiel: Empire of the Sun
Teilnehmer: Volker (Japaner), Gerrit (Alliierte) / über ACTS und Vassal
Szenario: 1943
Zeit: 28.04.2016 - offen


Runde 5 / Jan. - Apr. 1943
Die Alliierten greifen mit Trägern, der Washington und den 2. Marines Bougainville an, um die Japaner langsam von den Australian Mandates zu verdrängen und gleichzeitig die SS-Brigade auf New Georgia zu isolieren. Gleichzeitig bombardiert die North Carolina die Stellungen auf New Georgia. Trotz beherzten Eingreifens der Yamato, Shokaku und Zuiho sind die Angriffe erfolgreich. Zuiho wird beschädigt und Bougainville erobert. Die stationierten japanischen Lufteinheiten ziehen sich zurück. Damit wird Guadalcanal als wichtiger strategischer Punkt vor einem japanischem Angriff geschützt. Der Verlust einiger Maschinen der 1MAW gilt dagegen als leichter Verlust.
Japan reagiert mit der Verstärkung der Truppen durch die 27. Armee (red.) auf Attu/Kiska, um eine Rückeroberung durch die Alliierten zu erschweren (Ende Runde 5: -1 PW). [Diese Bewegung ist rückblickend betrachtet nicht ganz korrekt gewesen. Die Japaner hätten, da kein Hafen existiert, 2 ASP aufwenden müssen.]

Um wieder in die Offensive zu gehen, greifen britische, australische und neuseeländische Truppen Lae auf New Guinea an. Die Reaktion der Japaner ist heftig, da Hiei und Yamato in die Kämpfe unterstützend eingreifen und der Angriff bricht zusammen. Sowohl Japaner, als auch Alliierte müssen  Verluste hinnehmen. Die alliierten Truppen ziehen sich zurück.
Die Japaner starten ihre Nordindien-Offensive und erobern Imphal/Kohima mit der 15. und 33. Armee und rücken mit der 28. Armee von Rangoon aus Richtung Akyab vor. Trotz Luftunterstützung durch die Indomitable werden das 1. indische Korps (red.) und das 33. indische Korps eingekesselt und vernichtet. Die 33. Armee und die 5. Luftflotte erleiden leichte Verluste.

Die alliierte Aufklärung kann ihren Augen nicht trauen: Rangoon ist völlig unbesetzt. Es werden alle Hebel (d.h. die letzte 3 OPs-Karte) in Bewegung gesetzt, um die Stadt einzunehmen. Das 4. indische Korps greift mit Feuerunterstützung der Warspite die 18. Armee an, um diese zu beschäftigen. Derweil landet das  15. indische Korps in Rangoon, unterstützt durch den Träger Indomitable. Luftdeckung kommt durch die SEAC. Die Lücke in der Verteidigung erkennend, setzen die Japaner die 2. und 4. Luftflotten ein, können das Desaster aber nicht mehr abwenden. Die 18. Armee wird ohne Luftunterstützung völlig aufgerieben, Rangoon besetzt und die 15. (red.) und 33. (red.) Armeen sind zusammen mit der 5. Luftflotte (red.) im Norden Burmas abgeschnitten.
Die Japaner setzen Eskorten für ihre Transportschiffe ein.

Trotz der Gefahr, dass das S Pac von Halsey auf New Caledonia bzw. die Marinebrigade auf Espiritu Santo überrannt werden, werden mehrere Lufteinheiten nach New Guinea abkommandiert, um weiter Druck auf die noch überlegenden japanischen Marineeinheiten auszuüben. Lae muss fallen, um New Guinea unter Kontrolle zu bringen. Eine begrenzte Offensive soll die Voraussetzungen dafür schaffen. Das XI. US-Korps greift mit leichter Luftunterstützung an. Die Japaner werfen erneut Yamato, Zuiho (red.) und Shokaku in die Schlacht. Darüber hinaus wird dafür die wichtige 26. Luftflotte aus Eniwetok abgezogen. Dennoch gelingt der alliierte Angriff und Lae wird eingenommen.
Um die dezimierten Truppen auf New Guinea zu ersetzen, wird die 14. Armee aus Manila abgezogen.

Der Kreuzer London und eine US-Lufteinheit verstärken die Truppen in Rangoon.

Chiang Kai-Shek führt eine Antikommunistische Offensive durch und China droht der Zusammenbruch.

Alliierte: Future Offensive-Karte.

Kleiner Sieg der Achse in Europa (WiE sinkt auf -2).
Lashio und Mandalay werden von chinesischen Einheiten erobert und die Burma Road wird geöffnet. Das 4. Indische und das 15. Britische Korps rücken an die Grenze nach Siam vor. Auf Grund der geringen Gefahr, dass sich die Lage in China verschlechtert, wird die 14AG Bomberstaffel aus China abgezogen.

Angriff der Schlachtschiffe und eines Trägers gegen die SS-Marinebrigade auf New Georgia mit Luftunterstützung. Die Nachricht des Angriffes kommt zu spät im japanischen Hauptquartier an, so dass die SS Marinebrigade Verluste hinnehmen muss.
Von Truk aus operieren die Träger Shokaku und Zuiho (red.), unterstützt durch die Yamato und 26. Luftflotte gegen Lae (Enterprise, Washington und 5AF). Die Einheiten der 13AF starten zur Unterstützung von Gili Gili. Der Angriff ist erfolgreich. Das Schlachtschiff und alle Lufteinheiten erleiden Treffer. Auf japanischer Seite muss die Shokaku Treffer hinnehmen und die 26. Luftflotte wird reduziert.

Die 15. (red.) und 33. (red.) Armee, sowie die 5. Luftflotte in Burma und Nordindien sind ohne Versorgung, da sie sich aber in Reichweichte eines HQ befinden, werden sie nicht eliminiert. Gleiches gilt für die SS-Brigade (red.) auf New Georgia. [Ich bin durch ein Verständnisproblem bei den Regeln davon ausgegangen, dass die Einheiten eliminiert werden und ich die nordindischen und burmesischen Felder einfach nur noch einnehmen müsste. So muss ich in der nächsten Runde mehr Druck ausüben, um für Burma den Political Will +1 zu verbessern und Japan die Punkte für die Besetzung Nordindiens abzunehmen.]
Der Political Will fällt um 1 auf 5, da Attu/Kiska auf den Aleuten noch japanisch besetzt ist.


Insgesamt bin ich mit der Runde recht zufrieden. Durch den Anfängerfehler der Japaner ist die Front in Indien nicht mehr in Gefahr und ich bin in den Besitz von Rangoon gekommen. Die Offensiven auf New Guinea verliefen zufriedenstellend, es muss aber noch Wewak eingenommen werden, um den benötigten vierten Hafen zu sichern. Durch die Einnahme von Bougainville habe ich eine gute Ausgangsbasis für die Eroberung der Australian Mandates. Für den Sprung auf die Marshall Islands müssten aber noch Wake, Nauru und/oder die Gilbert Islands fallen, um in den Besitz der Flugfelder zu kommen. Schön ist, dass ich nur einen Träger verloren habe und die Marineeinheiten insgesamt nur geringe Verluste erlitten.

Dienstag, 7. Juni 2016

[Kickstarter] Days of Ire: Budapest 1956

Ich habe heute mein erstes Kickstarter-Projekt unterstützt: Days of Ire: Budapest 1956 (Tage des Zorns). 

Zum einen interessiert mich das Thema. Dazu ist mir kein anderes Spiel geläufig. Dadurch, dass ich Twilight Struggle gerne spiele und sowieso ein Fan von CDG (im weiteren Sinne) bin, habe ich mir dann doch alle Videos angeschaut und muss sagen, dass es mich überzeugt hat. 
Quelle: Kickstarter.com

Eine tolle Idee ist es, ein Spiel zu kreieren, dass sowohl Solitär, mit 1 bis 4 Spielern und auch noch Kooperativ möglich ist.

Die Regeln erscheinen grundsätzlich einfach und familientauglich: wähle aus den Karten die richtige Kombination von Symbolen zur richtigen Zeit und platziere die Charaktere an den richtigen Stellen, um das Ziel - die Vertreibung der Russen - zu erreichen. Tust Du das nicht, werden die Charaktere verletzt und können ggf. sterben bzw. werden buchstäblich von den Panzern überrollt. Das Ziel ist verfehlt. Dazu noch ein paar andere Faktoren und fertig ist das Ganze. Interessant ist daran, dass auch die Russen durch einen Spieler vertreten werden können. Auf die Umsetzung im Detail bin ich sehr gespannt.

Als sehr positiv habe ich die stretch-goal-Lösung empfunden: es gibt keine. Variante 1: kaufe das Spiel für 49 USD. Variante 2: Kaufe 10 Spiele à 38 USD. Einfacher geht es nicht. Es ist alles dabei, um es zu spielen. Keine 200 stretch-goals mit Making of..., Figuren nach dem BMI der Designer oder Austausch von Papierspielplan gegen einen aus Pappe für 30 USD mehr. Genau mein Ding. Dazu noch 6 USD versandt nach Europa, so ist man mit 55 USD dabei. Beim aktuellen Umrechnungskurs also 48,44 EUR - das klang fair.

Bis zum 1. Juli 2016 läuft die Kampagne noch und hat per heute 31.338 USD (von benötigten 25.000 USD) erreicht. Der Auslieferungstermin ist Januar 2017.

Donnerstag, 19. Mai 2016

Verstaubter Blog im Schrank gefunden...

Jetzt sind Hausbau und Umzug schon lange abgeschlossen und dennoch habe ich mich nicht mehr um den Blog gekümmert. Dabei ist soviel passiert!

Neu ist mein eigener Spielekeller mit Bibliothek. Wenn alle Kinder im Bett sind, kann ich mich gelegentlich darin zurückziehen und meinen Hobbys frönen.

Aber auch die Spielesammlung ist gewachsten. Aus einem Nachlass habe ich Triumph of Chaos, Pursuit of Glory, Reds! The Russian Civil War und The Thirty Years War erworben. Sicherlich wären da noch weitere Spiele zu bekommen gewesen, aber das Budget ging mir aus und ich musste die reale Spielbarkeit abwägen - ansonsten wäre sicherlich das Monster 1914: Twilight in the East noch dazugekommen. Alles sind irgendwie Klassiker, die sich in meine Sammlung einfügen, ohne besonders aufzufallen. Überraschenderweise erwarb ich mit Triumph of Chaos auch gleich den ToC Comrades Guide, welcher ansonsten mit rd. 35 € einzeln zu Buche geschlagen hätte. Ein echter Glücksfall.
 
Unconditional Surrender: Case Blue kam mit dem GMT Magazin und bei Tonkin: The Indochina War 1950-54 interessierte mich vor allem das Thema. Tonkin muss ich unbedingt live spielen. Zum Glück wohnt hier in Berlin jemand, der es besitzt und mir als Muttersprachler den merkwürdigen Kampfmechanismus erläutern kann. Hier bleiben insgesamt viele Fragen offen, so dass ich von den anderen Spielen von Kim Kanger erst einmal Abstand genommen habe.
 
Als neue Highlights meiner kleinen Sammlung muss ich aber an dieser Stelle Silent Victory und insbesondere Empire of the Sun (2nd Edition) nennen. Ersteres ist ein großartiges Solo-Spiel mit viel Potential über den US-Uboot-Krieg im Pazifik, letzteres ein echtes Pazifikkrieg-Schwergewicht für zwei Spieler. Empire of the Sun habe ich inzwischen mehrfach live und via Vassal gespielt und erfreue mich jedes Mal wieder daran. Gerade Abends nach der Arbeit ist es eine richtige Herausforderung einen Zug zu machen und den Mut zu finden, die Datei dann zu versenden und das Ergebnis abzuwarten. Ich verspreche, dass in der nächsten Zeit ein Bericht über das 1943er Szenario folgen wird.
 
Wie konnte ich jetzt Fire in the Lake vergessen? Mein zweites Spiel der COIN-Reihe - wobei ich Cuba Libre auch schon gespielt habe - und auf jeden Fall in meinen Top 10! Deutlich verzahnter als Andean Abyss und wunderbar alleine, zu zweit und zu viert spielbar. Man muss aber die Abstraktion mögen und sich darauf einlassen.
 
Nicht ganz so spektakulär ist Breakthrough: Cambrai. Hier steht der live-Test noch aus. Ich mag die Optik des Spielplanes und das Thema ist natürlich interessant. Der erste Aufbau und das Lesen der Regeln lässt den Verdacht aufkommen, dass der Deutsche nicht soviel zu tun hat. Wir werden sehen.

Donnerstag, 9. April 2015

Napoleon in Europe (1)


Spiel: Napoleon in Europe (erweiterte Regeln)
Teilnehmer: Olaf, Sascha, Daniel & Gerrit
Szenario: IV - 1805 Vormarsch auf die Donau
Zeit: Teil 1 - 22.03.2015 (10.30-17.30)

Endlich fanden wir Zeit für die ultimative Runde Napoleon in Europe (Eagle Games). Ich hatte dazu das erweiterte Regelwerg von Glenn Drover übersetzt und mit guten Regeln aus Alan Richbourgs 'Charge the Guns' ergänzt. Einiges hatte ich angepasst, damit es eine runde Sache ergeben sollte. Ich war gespannt.

Olaf, der alte Franzose, übernimmt diesmal die Russen, Daniel, der wenig Zeit hat, die Briten, Sascha traditionell die Österreicher und ich zum ersten Mal das französische Kaiserreich. Das Szenario kommt sofort zur Sache; Großbritannien führt die Koalition mit Österreich und Russland an, Frankreich ist mit Spanien verbündet. Einige Kleinstaaten in Skandinavien und im Heiligen Römischen Reich sind bereits durch Frankreich oder Mitglieder der Koalition besetzt. Starke französische Armeen stehen im Reich vor den Toren Österreichs. Portugal, Sizilien und Schweden sind britisch.

September 1805

Gleich zu Beginn versuche ich Sascha davon zu überzeugen, dass seine Österreicher eigentlich keine Chance haben. Er glaubt mir nicht. Schade, ein Versuch war es Wert den Mehrfrontenkrieg gleich zu Beginn zu entgehen. Sascha beginnt und versucht politisch die Preußen in die Koalition zu ziehen. Erfolglos. Sein Vorstoß nach Mittelitalien ist recht halbherzig; der Papst hat gar nicht mitbekommen, dass Österreicher in der Stadt waren.
Daniel versucht mit Nelson, dessen Leben nur noch an einem seidenen Faden hängt (ein Wahrsagerin hat ihm verraten, dass er bald ins Gras beißt), den Hafen der Picardy anzugreifen und macht dabei einen mittelmäßigen Eindruck. Die Aktion hat keinen messbaren Erfolg. Russland sortiert die Truppen heftig an der Westfront hin und her und ist politisch mit Preußen genauso erfolglos, wie die Ösis. Frankreich zeigt gleich wo der Hammer hängt; Westfalen wird kurzerhand annektiert und die Österreicher im Patrimonium Petri (Vatikan) angegriffen. Der Papst hat sich kurzerhand in seiner Festung versteckt und ist froh, dass die Franzosen wieder abziehen. Das Scharmützel ist ein Erfolg für Frankreich. Um den Russen das Leben zu versauern, wird gleich noch ein Aufruhr in Finnland entfacht.

Oktober 1805

Nach langem Bitten und Betteln sind die Diplomaten Großbritanniens in Preußen erfolgreich. Jetzt stehen auf Seiten der Koalition Großbritannien, Preußen, Russland und Österreich gegen Frankreich und Spanien. Eine harte Nuss. Aber die Koalition ist sich hinsichtlich eines gemeinsamen Planes etwas uneins. Oder es handelt sich um eine perfide Verwirrungstaktik - zumindest so verwirrend, dass keiner der Beteiligten mehr durchsieht und sich auch keiner für irgendwas zuständig fühlt. Das bekommen als erstes die Österreicher zu spüren. Ziemlich alleine gelassen stehen sie einer Übermacht gegenüber. Die französisch-spanische Flotte (4 Einheiten) schlägt im mittleren Atlantik vernichtend die britischen Linienschiffe (3 Einheiten). Alle anderen Mächte versuchen ihre Truppen an die wichtigen Orte zu manövrieren; Österreicher wieder nach Norditalien, verfolgt von französischen Truppen. Russen wieder nach Norden bzw. weiter an die Grenze zu Österreich. Insgesamt kann sich kein Koalitionsmitglied dazu entschließen richtig loszuschlagen. Oder Österreich zu helfen.

November 1805

Russische Berater sind in Großbritannien angekommen, aber die Sprachbarriere scheint unüberwindbar. Kopflos marschieren preußische Truppen los und werden in letzter Sekunde nach Hannover (unter französischer Kontrolle, aber derzeit unbesetzt) umdirigiert. Mutig erringen sie einen Sieg gegen die leere Festung und metzeln alles nieder, was sich in den Weg stellt... ...die Opferzahlen sind gering; ein Preuße wurde von einer Biene gestochen, ein anderen hat sich in den Fuß geschossen, als er versuchte die Biene zu erledigen. Hannover beugt sich der Raserei und wird preußisch. Weniger Glück hat die britische Entsatzflotte, die nach ihren Kollegen im mittleren Atlantik sucht. Sie wird erfolgreich abgefangen und leistet den Gesuchten auf dem Meeresgrund Gesellschaft. Dabei fällt auch ein Admiral der Briten. Mit letzter Kraft landen die Reste des Expeditionskorps in Portugal und greifen Asturias in Spanien an. Spanische Milizen werden ausgehoben und vertreiben die Eindringlinge. Frankreich fasst die Österreicher in der Schlacht von Mailand und schlägt diese in die Flucht. Italien ist wieder befreit. Im Kanal nutzen die bisher eingeschlossenen Schiffe der Franzosen die Abwesenheit der großen britischen Flotten und greifen erfolgreich das britisch-schwedische Geschwader an, dass bereits Truppennachschub nach Portugal bringen wollte. Das Vorhaben Portugal muss danach wohl begraben werden. Aus den beiden französischen Armeen I und IV wird die Grande Armee geschmiedet und strategisch günstig in Bayern stationiert. Damit bedroht sie zum einen die Preußen in Berlin, die Russen in Schlesien und Böhmen, sowie die Österreicher in Wien. Spanische Truppen gehen auf der Halbinsel zum Gegenangriff über, vertreiben die Briten, deren Flotte und überrennen gleich auch noch die große Festung. Die Iberische Halbinsel gehört dem Kaiser. Naja bis auf den Felsen Gibraltar.

Dezember 1805

Sieben britische Schiffe knöpfen sich die französischen Störenfriede im Kanal vor und machen kurzen Prozess. Endlich auch mal ein Sieg für die Koalition. Die Abstimmung untereinander scheint besser zu werden. Österreich initiiert einen Aufstand in der Gascogne, scheitert aber daran das Osmanische Reich für sich einzunehmen. Nach diesem diplomatischen Misserfolg, den französischen Truppen vor der Haustür und Verbündeten, die sich nur um die eigenen Sorgen kümmern, bittet Österreich im Frieden von München um Gnade bei Napoleon. Dieser wird gegen die Abspaltung von Venedig und die Zusage baldmöglichst in den Krieg gegen die Koalition einzutreten großzügig gewährt und umfangreicher Schutz vor den russischen Aggressoren zugesagt. Österreich tritt damit aus der Koalition aus. Frankreich vasalliert Hessen-Berg und hebt dort sofort Truppen aus. Plötzliche, nationale Unruhen in den schottoschen Highlands und in Schweden (britisch) werden ungerechtfertigter Weise französischen Agitatoren zugeschrieben. Gerüchte! Preußische Truppen marschieren mal wieder nach Westfalen und beginnen die Belagerung der großen Festung.

Quartalsende

Die westfälische Festung hält mit der französischen Garnison stand und pinkelt auf die preußischen Belagerer herunter. Bei der Belagerung verhungert auch noch ein Regiment Preußen, weil man die Kochgeschirre vergessen hat.
Die Aufstände in Schweden, den Highlands und in der Gascogne spitzen sich zu.

Januar 1806

Der Aufruhr in der Gascogne wird militärisch unterdrückt. Aber es wird noch Wiederstand geleistet. Die I. französische Armee entsetzt in der Schlacht von Westfalen die belagerte Festung und schlägt die Preußen, die sich nach kurzem Wiederstand nach Berlin zurückziehen. Die russischen Diplomaten gewinnen das Osmanische Reich als Verbündeten und beginnen sofort deren Armee umzustrukturieren und Richtung Österreich/Russland bzw. im Mittelmeer zu verschiffen. Die Verhandlungen mit Österreich sind aber festgefahren. Zum einen steht Sascha noch im Wort mit Frankreich, zum anderen sitzt ihm wohl auch noch die Angst vor der französischen Rache im Nacken, um es russischen und osmanischen Truppen zu erlauben durch Österreich gegen Frankreich zu ziehen. Für französische Nasen riecht es gen Osten aber auf jeden Fall unangenehm nach Verrat und hosenvoll. Österreich rettet sich in das Motto "Arm aber sexy" und macht erstmal nichts. Die Russen müssen Böhmen verlassen und ziehen nach Sachsen.

Februar 1806

Die französische Grande Armee fällt über die preußischen Truppen in Berlin her. Eine flankenlastige Taktik des Heerführer führt zwar zu einer niedrigen Verlustquote, aber dafür auch zur wilden Flucht der Preußen. Wie die Hasen rennen sie und hören damit erst in Schlesien wieder auf. Großzügig, wie Franzosen so sind, lassen wir sie rennen. Die Festung fällt dem ersten Sturmangriff zum Opfer und Preußen wird eine besetzt neutrale Großmacht unter französischer Kontrolle. Warschau wird französisch. Auf Grund schlechter Kartenlage wird dabei vergessen, dass sich auch Hannover gerne wieder dem Code Napoleon unterwerfen würden. Müssen die Hannoveraner eben noch auf Kultur und Rechtsprechung etwas warten. Ein Blitzangriff gegen London sorgt zwar für Überraschung, aber ist letztendlich erfolglos. Die bereits eingeschifften britischen Invasionstruppen müssen dafür wieder an Land gesetzt werden.Die Russen konsolidieren ihre Truppen aus Schlesien und Pommern und beginnen eine Belagerung von Warschau. In Italien versuchen russische Truppen Neapel zur Zusammenarbeit zu überzeugen. Auch dieses Projekt wird erfolglos zu den Akten gelegt.


Ende von Teil 1 - es ist jetzt 17.30 Uhr und wir sind fertig mit den Nerven. Ein spannendes erstes halbes Jahr mit viel Action liegt hinter uns und wir wollen an dieser Stelle in nicht allzu ferner Zukunft weiterspielen.

Das Ergebnis ist sehr nah an der Geschichte. Österreich und Preußen sind aus der Koalition ausgeschieden. Das Heilige Römische Reich deutscher Nation hat damit fast gänzlich aufgehört zu existieren. Großbritannien, das Osmanische Reich und Russland stehen noch gegen Frankreich und Spanien ein und bedrohen die Flanken durch ihre Vielzahl an Truppen.

Montag, 16. März 2015

Holy Roman Empire: The Thirty-Years War (1)

Oha, ein Kandidat für meine Sammlung auf Kickstarter entdeckt: Holy Roman Empire: The Thirty-Years War von One Small Step Games, designed von Mark McLaughlin.




Zum einen fehlt mir ein richtig gutes Spiel vom 30-jährigen Krieg, zum anderen hat mir Rebel Raiders von Mark schon ganz gut gefallen. Nicht zuletzt finde ich, dass Spiele mit einem separaten Schlachtfeld einen besonderen Reiz haben (können). Ein automatisches Prädikat ist das natürlich nicht.




Ich müsste, wenn ich allein bleibe, 65 US$ + 30 US$ (Versand - *aaargh*) ausgeben. Ich bin hin- und hergerissen. Die Kampagne läuft ja noch 28 Tage und das Pledge-Ziel von 7.000 US$ ist ja schon fast erreicht.


Ich bin auf jeden Fall daran interessiert, dass die beiden Spielbretter aufgezogen (welche aus Papier habe ich echt genug) und dass die Terrain-Karten dabei sind. Diese Stretchgoals werden ab 14.000 US$ freigeschaltet. Das sollte erreichbar sein.






Montag, 16. Februar 2015

Aktuelles / Where there is Discord (6) / No Peace without Spain (2)

Mein letzter Post ist vom 5.11.2014. Der Umzug nahm viel Zeit in Anspruch und die Telekom brauchte auch noch eine Weile, um mich wieder an die große Welt des Internets anzuschließen.
 
Derweil bin ich in ein Häuschen gezogen, dass ein Spiel- und Lesezimmer beherbergt. - Ich habe mir fest vorgenommen in einem meiner nächsten Posts, der nicht wieder so lange auf sich warten lassen soll, ein paar Bilder vom Entstehen meines Raumes zu posten. - Wie man sich vorstellen kann, habe ich darin noch nicht allzu viel Zeit verbringen können, da natürlich die Einrichtung des restlichen Hauses Vorrang hatte.
 
Dennoch konnte ich schon 1,5 Runden Where there is Discord spielen, wobei die zweite Runde leider aus organisatorischen Gründen - Wasser im Kellerraum - abgebrochen werden musste.
 
Die erste Partie war schnell vorbei: zwischen dem 2. und 5. Mai versenkten die Briten die beiden argenitinischen U-Boote und vernichteten am 8.5. auch noch die Patrol-Group. Das brachte enorme Schwierigkeiten für den britischen Außenminister Pym mit sich. Die Situation verschlechterte sich durch die Versenkung eines Trawlers und die Mitführung von Atomwaffen durch die Task Force. Beide Informationen gelangten an die Öffentlichkeit. Durch fehlenden rechtzeitige Aufklärung der Nimrod und des SAS-Teams konnten bei sehr gutem Wetter argentinische Piloten erfolgreiche Luftangriffe starten. Zwischen dem 9.5. und 14.5. gelang es der argentinischen Luftwaffe die Versenkung von drei Zerstörern, davon zwei durch französische Exocet, sowie der Trägergruppe die Vernichtung der HMS Invincible und zweier Unterstützungsschiffe. Die Meinung in Großbritannien sank auf den Nullpunkt und führte letztendlich zur Aufgabe des Vorhabens, bevor die Inselgruppe erreicht werden konnte. Über den Status von Südgeorgien wird nun wieder verhandelt, da die britische Invasion erfolgreich war. Über den Malvinas weht seit dem die argentinische Flagge und die Militärjunta ist weiterhin an der Macht. Ist die Welt dadurch besser geworden? Eher nicht.
 
Nach fast zwei Jahren kam auch wieder No Peace Without Spain (Compass Games) auf den Tisch. Zum Angewöhnen der Regeln vorerst als Solo-Variante. Ich habe meine in 2013 angefertigte Übersetzung der Spielregeln noch einmal überarbeitet und mit der letzten Errata aktualisiert.
 
Insgesamt ist es ein schönes Spiel mit vielen Facetten, dennoch spielt es sich in Teilen irgendwie etwas hakelig, ohne dass ich da einen konkreten Grund für benennen könnte. Ich muss einfach immer wieder die gleichen Regeln (vor allem das Abfangen und die Umgehung von befestigten Linien) nachschlagen, da sie sich mir nicht von selbst erschließen. Nebenbei stolpere ich über Sonderregeln, die in einem Nebensatz erläutert sind, aber sich nicht in das Ganze so richtig einfügen wollen. Und die Regeln zu Spanien und die (Wieder-) Besetzung Madrids in Verbindung mit dem Loyalitätsmarker werde ich wohl nie vollständig begreifen.
 
Ich werde jetzt mein Solospiel beenden, die Regeln dabei noch einmal studieren und mal auf eine BGG-Nachricht von einem US-Spieler antworten, der mich schon vor langer Zeit zu einer Onlinepartie eingeladen hatte. Vielleicht hilft das ja, bevor ich das Spiel einem Freund vorstelle.

Mittwoch, 5. November 2014

Elisabeth I. (2)

Beim Stöbern nach Hilfen für Elisabeth I. (Virgin Queen) von GMT bin ich auf diese sensationelle Zusammenstellung der Karten gestoßen, die ich hier nicht vorenthalten möchte:

 
Hier wurde sich viel Mühe gegeben.