Montag, 16. Februar 2015

Aktuelles / Where there is Discord (6) / No Peace without Spain (2)

Mein letzter Post ist vom 5.11.2014. Der Umzug nahm viel Zeit in Anspruch und die Telekom brauchte auch noch eine Weile, um mich wieder an die große Welt des Internets anzuschließen.
 
Derweil bin ich in ein Häuschen gezogen, dass ein Spiel- und Lesezimmer beherbergt. - Ich habe mir fest vorgenommen in einem meiner nächsten Posts, der nicht wieder so lange auf sich warten lassen soll, ein paar Bilder vom Entstehen meines Raumes zu posten. - Wie man sich vorstellen kann, habe ich darin noch nicht allzu viel Zeit verbringen können, da natürlich die Einrichtung des restlichen Hauses Vorrang hatte.
 
Dennoch konnte ich schon 1,5 Runden Where there is Discord spielen, wobei die zweite Runde leider aus organisatorischen Gründen - Wasser im Kellerraum - abgebrochen werden musste.
 
Die erste Partie war schnell vorbei: zwischen dem 2. und 5. Mai versenkten die Briten die beiden argenitinischen U-Boote und vernichteten am 8.5. auch noch die Patrol-Group. Das brachte enorme Schwierigkeiten für den britischen Außenminister Pym mit sich. Die Situation verschlechterte sich durch die Versenkung eines Trawlers und die Mitführung von Atomwaffen durch die Task Force. Beide Informationen gelangten an die Öffentlichkeit. Durch fehlenden rechtzeitige Aufklärung der Nimrod und des SAS-Teams konnten bei sehr gutem Wetter argentinische Piloten erfolgreiche Luftangriffe starten. Zwischen dem 9.5. und 14.5. gelang es der argentinischen Luftwaffe die Versenkung von drei Zerstörern, davon zwei durch französische Exocet, sowie der Trägergruppe die Vernichtung der HMS Invincible und zweier Unterstützungsschiffe. Die Meinung in Großbritannien sank auf den Nullpunkt und führte letztendlich zur Aufgabe des Vorhabens, bevor die Inselgruppe erreicht werden konnte. Über den Status von Südgeorgien wird nun wieder verhandelt, da die britische Invasion erfolgreich war. Über den Malvinas weht seit dem die argentinische Flagge und die Militärjunta ist weiterhin an der Macht. Ist die Welt dadurch besser geworden? Eher nicht.
 
Nach fast zwei Jahren kam auch wieder No Peace Without Spain (Compass Games) auf den Tisch. Zum Angewöhnen der Regeln vorerst als Solo-Variante. Ich habe meine in 2013 angefertigte Übersetzung der Spielregeln noch einmal überarbeitet und mit der letzten Errata aktualisiert.
 
Insgesamt ist es ein schönes Spiel mit vielen Facetten, dennoch spielt es sich in Teilen irgendwie etwas hakelig, ohne dass ich da einen konkreten Grund für benennen könnte. Ich muss einfach immer wieder die gleichen Regeln (vor allem das Abfangen und die Umgehung von befestigten Linien) nachschlagen, da sie sich mir nicht von selbst erschließen. Nebenbei stolpere ich über Sonderregeln, die in einem Nebensatz erläutert sind, aber sich nicht in das Ganze so richtig einfügen wollen. Und die Regeln zu Spanien und die (Wieder-) Besetzung Madrids in Verbindung mit dem Loyalitätsmarker werde ich wohl nie vollständig begreifen.
 
Ich werde jetzt mein Solospiel beenden, die Regeln dabei noch einmal studieren und mal auf eine BGG-Nachricht von einem US-Spieler antworten, der mich schon vor langer Zeit zu einer Onlinepartie eingeladen hatte. Vielleicht hilft das ja, bevor ich das Spiel einem Freund vorstelle.

Mittwoch, 5. November 2014

Elisabeth I. (2)

Beim Stöbern nach Hilfen für Elisabeth I. (Virgin Queen) von GMT bin ich auf diese sensationelle Zusammenstellung der Karten gestoßen, die ich hier nicht vorenthalten möchte:

 
Hier wurde sich viel Mühe gegeben. 
 
 


Sonntag, 26. Oktober 2014

Fire in the Lake (1)

Fire in the Lake - Insurgency in Vietnam

Erneut Zuwachs in der Sammlung. Um Fire in the Lake vom GMT Games kam ich dann doch nicht herum. Zum einen fehlte mir dieser Konflikt noch in meiner Collection, zum anderen ist es ein weiterer Teil der COIN-Serie von Volko Ruhnke. Von ihm habe ich ja schon Andean Abyss, was mich schon sehr fasziniert. 

Nach dem ersten Probespiel muss ich sagen, dass es noch tiefer den Konflikt erleben lässt und dass die Interaktionen zwischen den Parteien (USA, VietCong, südvietnamesische Armee ARVN und nordvietnamesische Armee NVA) deutlich intensiver sind. Man lebt (naja, und stirbt) bei Andean Abyss oft eher so nebeneinander her, während es bei Fire in the Lake zu direkten Wechselwirkungen zwischen den Parteien kommt.

Wie man sieht, macht es meiner kleinen Tochter (2 Jahre) auch eine Menge Spaß. Das Würfeln und Aufstellen der weißen und schwarzen Pöppel - die man nicht unbedingt braucht - hielt sie eine ganze Stunde auf dem Stuhl, ohne dass ich mein Regelstudium groß unterbrechen musste...


Donnerstag, 7. August 2014

Soldier Kings (4)

Spiel: Soldier Kings
Teilnehmer: Olaf, Sascha, Gerrit
Szenario: World at War
Zeit: 12.07.2014, 10.30 - 17.15
 
Es bestand der Wunsch eine neue Runde Soldier Kings zu spielen. Um sich nicht bei 28° C und einer Luftfeuchtigkeit von annährend 100% mit einem neuen Regelwerk rumschlagen zu müssen. Mit Sack und Pack, also Spiel, Pokerchips, Würfeln, Bechern und Unterlagen ging es also zu Sascha.
 
Die Verlosung der sechs Großmächte im Zweierpack ging rasch vonstatten: Olaf erhielt Frankreich und Russland - darin müsste er jetzt auch schon Experte sein -, Sascha Großbritannien und Preußen und ich die Habsburger, also Spanien und Österreich mit dem Verbündeten Sachsen.
 
Ich habe mir diesmal keine detaillierten Notizen zum Spiel gemacht und versuche die Geschenisse aus dem Kopf wiederzugeben.
 

1756

Die vorgezogene Diplomatierunde ist für alle Beteiligten ein Mißerfolg. Großbritannien und Preußen versuchen sich an Schweden, Frankreich an den Niederlanden, Österreich an Bayern und Spanien an den Türken.
 
Großbritannien offenbart als erstes seine Taktik, in dem es eine 3-2er Armee mit einer starken Flotte in die Karibik entsendet und dort auf den Leeward-Inseln landet. Sehr zum Mißfallen von Olaf. Das Ziel die französischen Besitzungen zu erobern liegt auf der Hand. Die Leeward-Inseln ergeben sich nach kurzen, recht einseitigen Gefechten. Die britische Provinzialarmee fällt derweil über die Cherokee und Lousianna her.
 
Frankreich hatte mit Spanien ein Geheimabkommen getroffen und darin vereinbart, dass die Pyrenäen als Grenze respektiert würden. Durch die damit gesicherte Westgrenze können zwei Armeen unter D'Estrees das Piedmont (Königreich Sardinien) erobern. Sardinien verbündet sich hilfesuchend ausgerechnet mit Spanien, so dass die fliehende Armee und die Flotte unter spanische Kontrolle geraten. Frankreich verbringt den Rest des Jahres damit die Truppenstärke zu erhöhen und eine Flotte aufzubauen, um die Kolonien zu schützen.
 
Spanien hat erkannt, dass gegen die Marineüberlegenheit der Briten kaum etwas gewachsen ist und verlegt eine Armee auf der einzigen Flotte nach Westafrika. Der Senegal fällt und die ersten Siegpunkte für Spanien sind errungen. Die Eroberung Portugals, was sich Hilfe und Schutz von  Österreich verspricht, dauert wider erwarten deutlich länger, da die spanischen Truppen gleich zwei Mal zurückgeschlagen werden.
 
Preußen, arg eingeschränkt durch ein niedriges Militäretat, greift erwartungsgemäß Sachsen an, was dem Ansturm von Friedrich II. und zwei 4-3 Armeen heftigen Widerstand entgegensetzt. Zwei österreichische und eine sächsische Armee können mehrere Angriffe in Folge abwehren und verhindern die Einnahme Sachsens. Die Preußen sparen die restlichen Ressourcen, um die Truppen zu bezahlen.
 
Russland bietet fünf Armeen unter Apraxin auf, um die Krim zu erobern - und wird geschlagen. Die Truppen sind zu schwach, um die um ihre Heimat kämpfenden Krimtataren zu besiegen. Da auch hier klamme Kassen herrschen, gibt es keine weiteren Versuche das Gebiet zu vergrößern.
 
Österreich fürchtet - zu recht - die Machtgier der Preußen und verlässt sich nicht auf die wage Zusage, keine Angriffe auszuführen. Dennoch ist an der Nordgrenze mit der Abwehr des Angriffes auf Sachsen erst einmal Ruhe eingetreten, so dass ein Schlag gegen Venedig erfolgreich durchgeführt werden kann. Die Mauern halten einigen Angriffen stand, dennoch muss sich Emo und seine Flotte letztendlich in das Mittelmeer zurückziehen, um sich mit den neuen spanischen Verbündeten zu vereinen.
 
Russland kann nicht alle seine Truppen versorgen und damit desertieren rund 80% der Armeen. Alle anderen Großmächte können die Truppen ausreichend ernähren.
 

1757

Großbritannien setzt seinen Eroberungszug in der Karibik fort. Haiti wird den Franzosen entrissen, St. Domingo und Puerto Rico wird von den Spaniern erobert. Die Provinzialarmee tritt nicht weiter in Erscheinung. Der Ausbau der Flottenüberlegenheit wird forciert, so dass in der Karibik und im Westantlantik eine starke Flotte unter Hawke fast unangreifbar operieren kann. Frankreich unterliegt in zwei Seeschlachten. Ein britisches Expeditionskorps greift Dänemark an. Eine Eroberung gelingt nicht.
 
Trotz der Schwäche Russlands, können sich Österreich und Preußen nicht zu einem Angriff durchringen, da sie mit sich selbst beschäftigt sind. Preußen versucht einen weiteren Angriff auf Sachsen, der erneut scheitert, nutzt aber parallel die Gelegenheit Wien zu erobern und einen Vorstoß nach Böhmen zu wagen. Die österreichisch-sächsischen Truppen ziehen vor der Schlacht nach Saschsen zurück und lassen die preußischen Truppen die Festung belagern. Im Siegestaumel greifen die Preußen auch noch Polen an und erobern Warschau. Polen verbündet sich mit Österreich.
 
Österreich steht unter Druck und ringt mit sich, den Preußen die Unterwerfung anzubieten. Dieses würde die Gebietsverluste vertraglich fixieren und ein weiteres Gebiet kosten. Unter diesen Voraussetzungen erobern sardische Truppen Korsika, um einen Pfand zu haben. Es werden alle Truppen zusammengezogen, um die Preußen in der zweiten Schlacht von Wien entgegenzutreten. Dabei fallen Friedrich II. und Schwerin. Und das Wunder tritt ein: Preußen wird geschlagen und muss sich nach Schlesien zurückziehen. Zudem wird auch noch Schweden als Verbündeter gewonnen, was den Druck auf Preußen erhöht.
 
Frankreich nutzt den preußisch-österreichischen Konflikt aus und erobert die österreichischen Niederlande und die Lombardei von Österreich. Das Flottenbauprogramm wird in Angriff genommen, um zukünftig der britischen Übermacht Paroli bieten zu können.
 
Russland konsolidiert seine Kräfte und erobert im zweiten Anlauf die Krim. Die restlichen Truppen der Tataren setzen sich in das Osmanische Reich ab. Im Norden geht Zar Olaf gegen Preußen vor, was Truppen nach Sachsen und Österreich abziehen musste. Ostpreußen fällt ihnen in die Hände.
 
Spanien will der Eroberungswut von Großbritannien nicht mehr kampflos gegenüberstehen und besiegt die britische Provinialarmee in Cherokee und erobert die Region. Dabei kommen ausschließlich Kolonialarmeen zum Einsatz. Der Angriff auf Virginia gelingt ebenso. In Westafrika scheitern allerdings die Versuche die Goldküste zu erobern mehrfach am unengagierten Angriff. Letztendlich wird genug Gold geboten und die Region fällt. Spanien, unterdessen mit dem Osmanischen Reich verbündet, nutzt die Gelegenheit und die türkischen Flotten, um auch Menorca von den Briten zu erobern. 
 
Sowohl Russen, als auch Österreicher, Briten und Preußen können nicht alle ihre Truppen vollumfänglich bezahlen.
 

1758

Frankreich erobert Venedig und nimmt damit Österreich auch fast die letzten Siegpunkte ab. Ein Bruch der Absprachen mit Spanien führt dazu, dass drei französische Armeen die Pyrenäen überqueren und die spanische 2-1 Armee angreifen. Alle drei Armeen werden zurückgeschlagen und die Spanier behaupten ihre Stellung. Eine französische Flotte kann durch die britische Blockade schlüpfen und eine Armee in Neufundland an Land setzen. Diese fällt über Neufundland her und erobert es für Frankreich.
 
Da sich Österreich inzwischen von Umklammerung der preußischen Truppen befreit und auch Böhmen zurückerobert hat, geht es gegen Frankreich in Venedig vor und holt es für den Kaiser zurück. Zusammen mit den dänischen Verbündeten marschieren die Truppen gegen die preußischen Armeen und drängen sie aus Pommern nach Mecklenburg zurück. In Ungarn bricht eine Revolte aus, die bis zum Ende des Jahres nicht unter Kontrolle gebracht werden kann.
 
Russland begleicht eine offene Rechnung, stösst über Warschau nach Berlin vor und erobert es. Die Preußen haben es vorher aus ungeklärten Umständen verlassen. Damit erlahmt der russische Vorstoß allerdings auch wieder.
 
Preußen ist einer österreichischen Finte aufgesessen. Aufmarschbefehle wurden gefälscht und haben eine preußische Armee aus Berlin abbeordert und damit die Stadt schutzlos den Russen geöffnet. Preußen steht kurz davor gespalten zu werden. Da die Dänen Mecklenburg wieder verlassen und das britische Hannover erobert haben, bleibt nur die Möglichkeit zumindest Mecklenburg wieder einzunehmen.
 
Die Briten versuchen sich erneut an einer Eroberung Dänemarks und scheitern erneut. Die Truppen müssen sich zurückziehen. Hannover geht zu Gunsten Österreichs verloren. Die französische Armee in Nordamerika wird geschlagen und Kanada erobert. Cuba wird den Spanien abgenommen.
 
Spanien geht mit den schwedischen Verbündeten gegen Preußen vor und treibt die Truppen vor sich her. Die türkischen Verbündeten beherrschen das Mittelmeer. Zwischen dem spanischen und dem türkischen Hauptquartieren wird eine Eroberung Gibraltars in Erwägung gezogen, allerdings wieder verworfen. Die Lombardei wird wieder eingenommen. Indische Söldner in spanischen Diensten erobern Madras von den Briten, werden allerdings vor Carnatic zurückgeschlagen. Die Angriffe auf New York scheitern mehrfach, so dass die Eroberung aufgegeben wird.
 
  
Platzierung nach Spieler
Sascha: GB +25, PR -5 = +20
Gerrit: SP +2, ÖS +1 = +3
Olaf: RU +7, FR -18 = -11

Platzierung nach Nation
Sascha: GB +25
Olaf: RU +7
Gerrit: SP +2
Gerrit: ÖS +1
Sascha: PR +5
Olaf: FR -18

Zusammenfassung:
Großbritannien hat die Standardstrategie erfolgreich umgesetzt und sich auf den Einsatz der Flotte und die Kolonien in der Karibik bzw. Nordamerika konzentriert. Ein würdiger Gesamtsieger.
+2 Lwr Canada (FR), +3 Louisianna (FR), +1 Florida (SP), +4 Puerto Rico (SP), +7 Windward Inseln (FR), +7 Leeward Inseln (FR), +4 St. Domingo (SP), +5 Haiti (SP), -3 Virginia -3 Madras, -1 Menorca, -1 Hannover

Russland ist ja eher die arme Socke unter den Großmächten. Hat sich aber strategisch clever geschlagen. Die Ausnutzung des österreichisch-preußischen Konfliktes hat sich in der letzten Runde bezahlt gemacht.
+2 Ostpreußen (PR), +3 Berlin (PR), +1 Warschau (./.), +1 Krim (./.)

Spanien konnte seine Position zwar stärken, hat aber in der Karibik herbe Verluste einstecken müssen, die nicht auszugleichen waren.
+3 Virginia (BR), +2 Cherokee (./.), +3 Madras (BR), +3 Senegal (FR), +2 Gold Coast (./.), +1 Menorca (BR), +2 Portugal (./.), -1 Florida, -4 Puerto Rico, -4 St. Domingo, -5 Haiti

Österreich hatte erst Oberwasser, stand dann kurz vor einer Kapitulation und konnte dann wieder Erfolge feiern. Das hätte auch schlimmer ausgehen können!
+1 Hannover (BR) +1 Korsica (./.), +4 Venedig (./.), -1 Ungarn (Revolte), -4 Niederlande

Preußen hat seine Kräfte stark zersplittert; statt gegen einen Gegner entschlossen vorzugehen. Dieses führte dazu, dass sich nachher Russland und Österreich mit den Verbündeten gegen Friedrich II. wandten und alle Eroberungen wieder verloren gingen.
-2 Ostpreußen, -3 Berlin

Frankreich ist der große Verlierer dieses Spiels. Eine Stategie war eigentlich nicht zu erkennen, so sind alle französischen Regionen in der Karibik eingenommen worden , Afrika ging verloren und es wurden fast keine Erfolge in Europa erzielt. Manchmal hat man eben kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu.
Frankreich: +4 Piedmont (./.), -3 Senegal, -2 Lwr Canada, -3 Louisianna, -7 Windward Inseln, -7 Leeward Inseln

Das Auf und Ab der Großmächte und die Wechselwirkungen daraus waren wieder einmal gut zu erkennen. Es zeigte sich auch, dass ein gemeinsames Vorgehen gegen einen übermächtigen Gegner erfolgreich ist bzw. dass das Ausbleiben eines entschlossenen Angriffes dazu führt, dass eine Großmacht nahezu ungehindert Siegpunkte einsammeln kann.

Wir haben tatsächlich drei Jahre gespielt! Dabei zeigte sich nach meiner Ansicht deutlich, dass nur die Nation langfristig vorne ist, die auch einen Plan hat. Sobald man sich dazu hinreißen lässt, einen halbherzigen Angriff auszuführen, ohne dahinter auch eine Verteidigungsstrategie zu haben, geht die Sache schnell nach hinten los. Das britische Vorgehen gegen Dänemark, der französische Angriff auf Spanien, der österreichische Versuch im Mittelmeer Fuß zu fassen sind nur einige Beispiele daraus.

Insgesamt war es eine super Runde, die nur von einigen Regelmissverständnissen überschattet war. Zum nächsten Mal müssen wir unbedingt noch einmal die Regeln durchgehen und die offenen Fragen im Vorfeld klären.
 

Mittwoch, 30. April 2014

A Fatal Attraction: the Gallipoli Campaign (1)

Quelle: ATO Magazin
Ich habe gebraucht A Fatal Attraction: the Gallipoli Campaign mit zugehörigem Against the Odds-Magazin erworben. Auch wenn die Spielregel nach (fast) einhelliger Meinung im Netz eine Neufassung erfordert, freue ich mich auf das Spiel. Thematisch finde ich es wahnsinnig spannend und in der CoSim-Welt wenig umgesetzt. Mal sehen, ob ich es über das lange "Wochenende" schaffe eine Runde zu spielen. Nebenbei laufen ja auch noch zwei Spiele Paths of Glory via Cyberboard, so dass ich das Jahr des 100.-Jubiläums des Beginns des 1. Weltkrieges entsprechend würdig begehe.
 
Ungespielt und thematisch dicht dran liegen auch noch Lawrence of Arabia (3W) und Grand Illusion (GMT Games) im Regal. Gerade letzteres ist regeltechnisch eine Herausforderung, so dass es nicht über ein Probespielzug herauskam. Schade eigentlich; die Größe der Hexfelder und die Grundidee machen schon Lust auf das Spiel.

Donnerstag, 17. April 2014

Paths of Glory (2-III) Herbst 1914

Herbst 1914

Die Österreicher und die Franzosen müssen Pflichtoffensiven ausführen.
Die deutschen Truppen holen zum vernichtenden Schlag gegen die Alliierten in Frankreich aus und verlegen die GE5 nach Cambrai, GE4 nach Amiens, GE1 nach Rouen, GE7 nach Nevers und das GEc (Sedan) nach Orleans. Damit generieren sie nicht nur drei weitere Siegpunkte, sondern lassen fünf französische Armeen, drei Korps und die BEF ohne Versorgung zurück, da diese aus London statt findet.


Westfront Runde 1 / Zug 3
Die Alliierten bringen noch die BR3 mit zwei Korps (Reserve) in das Spiel und bitten den Kaiser um Frieden.
 
Ich gebe mich geschlagen. Ich habe zwar noch gute Karten auf der Hand, müsste aber die Briten noch durch eine strategische Umgruppierung verstärken, um die Deutschen unter Druch setzen zu können. Die russischen Truppen müssten dann noch rechtzeitig an der Front sein, um die verlorenen Siegpunkte aus Frankreich auffangen zu können. Das ist eines der frustrierendsten Spiele, die ich bislang gespielt habe. Danke Christian für diese Lektion.

Dienstag, 15. April 2014

Paths of Glory (2-II) September 1914

September 1914

Ostfront (Nord) Ende Zug 2
Es kommt zu keinen Pflichtoffensiven, dennoch greift die GE8 erfolgreich die Festung Warschau an, die Festung fällt (4:0) und die deutschen Truppen erleiden keinerlei Verluste. Die GE7 aus Mulhouse attackiert die beiden FRc, die sich in dem Bergfeld in ihren Gräben verschanzt haben und von der der Festung Belfort unterstützt werden. Die Franzosen erringen dabei das bestmögliche Ergebnis (2:3) in dem sie den Angriff abweisen, den Deutschen einen Verlust beifügen (Wahrscheinlichkeit von 2,8%!) und dabei nur ein Korps verlieren.
Russische Verstärkungen treffen in Petrograd (RU9) und im Kharkov (RU10) ein.
Die GE1 verlegt via Brüssel nach Cambrai. Die GE2, GE3 (beide Sedan), die GE4 und GE5 (beide Metz) greifen gemeinsam Verdun (FR3 und FR4) an. Die Verluste sind auf französischer Seite verheerend! Von der FR3 bleibt nur noch ein geschwächtes Korps übrig, dass sich nach Bar le Duc zurückzieht und die FR4 entzieht sich der Übermacht durch einen Rückzug nach Nancy. Die Deutschen belagern die Festung nicht.

Ostfront (Süd) Ende Zug 2
Die FR9 und die FR2 besetzen die Festungsanlagen von Verdun wieder bevor die Deutschen sie einnehmen oder zerstören können und die RU10 verlegt zu den beiden bestehenden Armeen nach Dubno, um den Druck wenigstens im Osten aufrecht zu erhalten.
Frische "Landwehr"-Einheiten füllen die Reihen der GE7 in Mulhouse und der GE2 in Sedan.
Die BE1 verlegt nach Ostend, um den Deutschen die Siegpunktfelder in Belgien und Frankreich nicht kampflos in die Hände fallen zu lassen, während die RU3, RU8 und RU10 sich zum Angriff auf Tarnopol bereit machen. Die Schlacht endet unentschieden und die RU3 und RU8 müssen Verluste hinnehmen. Die österreich-deutschen Verteidiger halten zwar stand, müssen aber bei der AH3 und beiden deutschen Korps Verluste hinnehmen.
Tarnopol ist nicht mehr zu halten und die Verteidiger ziehen sich nach Munkacs (GEc), Przemysl (GEc) und Uzhgorod (AH5) zurück. Auf dem Rückzug wird noch Czernowitz zurückerobert (Siegpunkt). An der Westfront lassen die Deutschen nicht locker und greifen mit der GE2, GE3, GE4 und GE5 erneut Verdun an. Der Angriff wird abgewiesen und die GE2 reduziert sich auf ein schwaches Korps. Aber auch die Franzosen erleiden schwere Verluste. So wird die FR9 eliminiert und das Korps reduziert. Zeitgleich wird erneut die Festung Belfort mit zwei FRc von der GE7 angegriffen. Der Durchbruch gelingt und die beiden französischen Korps werden gänzlich aufgerieben. Die Festung wird belagert. Die Verteidigung der Linie Verdun-Nancy-Belfort ist nunmehr fast gänzlich zusammengebrochen und die Verluste können kaum wieder wettgemacht werden.

Westfront Ende Zug 2
Auf der Hand der Alliierten befinden sich nur noch wenige Operationspunkte, so dass eine Aktivierung der BEF kaum Erfolg verspricht. Daher wird die RU9 nach Szawli verlegt und die RU1 und RU2 ziehen nach Insterberg / Ostpreußen, um hier den Bewegungskrieg fortzusetzen. Dabei werden Memel und Tannenberg erobert. Das RUc aus Kovno marschiert nach Lomza.
Strategische Umgruppierungen lassen drei neue deutsche Korps aus der Heimat (Reserve) erscheinen; zwei in Königsberg und eines in Cambrai. Das AHc (Stanislav) verlegt nacht Pecs, um ein Abschneiden der AHx in X durch die serbischen Truppen zu verhindern.
Balkanfront Ende Zug 2
Die BR1 wird in London aufgestellt.
Die Mittelmächte und die Alliierten verstärken ihre Truppen durch frische Einheiten.
Die GE7 scheitert an der Belagerung von Belfort.

Es werden folgende Einheiten verstärkt: (FR3) (Reserve > Paris), BRc (Cairo), RU8 (Dubno), GE2 > Essen, GEc (Sedan), GEc (Przemysl), AH3 (x), AHc (> Reserve).

Kriegsstatus: Mittelmächte 3 (Mobilisierung), Alliierte 5 (begrenzter Krieg), Summe 8, Russland: "Gott schütze den Zar", USA: "U.S. neutral". Siegpunkte: 13.

Das war eine harte Runde für die Alliierten und ich befürchte, dass es noch schlimmer kommt. Trotz des heldenhaften Einsatzes der französischen Truppen, ist die Festungslinie Verdun-Nancy-Belfort nicht mehr zu halten. Um wenigstens im Osten aktiv sein zu können, habe ich die britischen Truppen falsch bzw. wohl zu spät eingesetzt. Die BEF mit einer den deutschen gleichen Kampfstärke war noch nicht im Einsatz und die BR1 steht noch in London. Die russische und die serbische Front sind zwar beide stabil, allerdings konnten sich die Russen nicht durchsetzen. Die unentschiedene Schlacht um Tarnopol fügte zwar Verluste auf Seiten der Mittelmächte herbei, allerdings fehlte die Kraft, um den Angriff weiterzutragen. Ich hatte nur noch 2/2-er Karten auf der Hand. Um nicht eine russische Armee wiedereinsetzen zu müssen, habe ich mich für eine Verlustverteilung zu Lasten zweier russischer Armeen, statt der Reduzierung auf ein Korps entschieden.  Die Deutschen werden jetzt alles daran setzen, die Franzosen nachhaltig zu schlagen bzw. sogar von der Versorgung abzuschneiden, um die restlichen sieben Siegpunkte zu erreichen. Die französischen Verluste können kaum wiederhergestellt werden. Insgesamt haben die Franzosen 14 Verluste (gegen 8 deutsche) erlitten. Meine Strategie zu Gunsten eines langen Krieges auf das frühzeitige Erreichen eines höheren Kriegsstatus zu setzen, hat sich nicht bewährt.

Freitag, 4. April 2014

Paths of Glory (2-I) August 1914

Spiel: Paths of Glory (GMT Games)
Teilnehmer: Christian, Gerrit (über Cyberboard und ACTS)
Szenario: historisches Szenario von Ted Raicer
Zeit: 15.03.2014 - 09.04.2014
 
Christian überzeugte mich, dass es Zeit für eine Runde Paths of Glory ist. Wir spielen mittels Cyberboard und ziehen die Karten bzw. würfeln via ACTS (acts.warhorsesim.com). Björn spielt mehrere Runden gleichzeitig, während ich mich auf eine Runde konzentriere - ich bin auch regeltechnisch etwas eingerostet. Björn übernimmt die Mittelmächte und ich auf meinen Wunschin hin die Alliierten. Hier nun der detaillierte Bericht in mehreren Teilen.

Im Folgenden werden die Armeen entsprechend des Counters abgekürzt. Einheiten mit einem Verlustpunkt werden in Klammern gesetzt. Je nach Wichtigkeit gebe ich bei Schlachten auch das Ergebnis an, hier jeweils die endgültigen Verluste. Die gespielten Ereignis- bzw. Kampfkarten werden in Anführungszeichen gesetzt.
 

August 1914

Die "Augustkanonen" zwingen die Festung Lüttich in die Knie und stationieren die GE1, GE2 und GE3 in Angriffsposition. Die deutschen Truppen greifen Sedan mit der FR5 an und fügen ihr erste leichte Verluste zu. Diese zieht sich mit einem Verlustpunkt nach Chateau-Thierry zurück. Die GE1 und GE2 rücken nach Sedan vor. Ein Siegpunkt für die Mittelmächte.
Westfront Ende Zug 1
Die Russen versuchen sich an einem Flankenangriff mit der RU3 und RU8 gegen die AH5 in Tarnopol. Der Versuch scheitert und die RU3 und AH5 erleiden jeweils einen Verlust. In Timisvar wird das AHc durch die SB1 vernichtet. Die serbische Armee verzichtet auf einen Vorstoß und bleibt in Belgrad zurück. Im Westen verlegt das BEF nach Amiens um aus der Reichweite der drei deutschen Armeen zu kommen.
Strategische Umgruppierungen verlegen zwei neue deutsche Korps aus der Reserve nach Tarnopol, um die schwachen österreichischen Truppen zu verstärken. Das AHc in Czernowitz zieht sich im Angesicht der RU8 nach Munkacs zurück. An der Westfront bleibt es ruhig.
Die Alliierten konsolidieren ihre Truppen und verlegen die exponierte BE1 nach Amiens, die BEF nach Chateau-Thierry und die RU8 via Czernopol nach Dubno. Die Besetzung Czernopols wird nur vorrübergehend sein, bringt aber einen Siegpunkt.
Durch eine Optimierung des Oberkommandos ("Süd Armee") können die deutschen Truppen nun auch mit österreichischen kommandiert werden, da macht auch die Verlegung der beiden deutschen Korps noch mehr Sinn.

Der "Überfall auf Belgien" wird international geächtet und bringt einen Siegpunkt für die Alliierten. Im Gegenzug wird die Befehlsstruktur der Deutschen Ostgebiete mit "OberOst" neu geordnet. Jetzt sind können auch russische Festungen angegriffen werden.


Ostfront Ende Zug 1
Die Alliierten verlegen die SB2 via Timisvar nach Belgrad zur SB1. Die RU1 und das RUc aus Riga werden nach Kovno, um der GE8 etwas entgegenzusetzen. Dieser bleibt aber vorerst aus.
Auch die Deutschen ordnen ihre Kräfte neu. Das GEc aus Insterberg verlegt nach Königsberg und die GE8 nach Lodz (Siegpunkt Mittelmächte). Die GE2 und GE3 greifen die (FR5) und die BEF in Chateaux-Thierry an. Trotz eines strategischen Rückzuges, wird die französische Armee vernichtet. Das FRc und die BEF ziehen sich nach Paris bzw. Melun zurück. Die GE2 erleidet einen Verlust. Die Deutschen verzichten auf ein Vorrücken.
Sowohl Alliierte als auch die Mittelmächte spielen Karten für Ersatzpunkte. Zudem wird "Blockade" gespielt, um den Kriegsstatus hoch zu setzen und für den Winter 1914/15 den Mittelmächten schon einen Siegpunkt abzuziehen.


Es werden die folgenden Einheiten verstärkt: RU3 (Dubno), BRc (Port Said), BRc (Basra), (FR5) (Reserve > Paris), FR9 Bar le Duc, AH2 (Munkacs), GE2 (Sedan), GE7 (Mulhouse), GEc (Bremen) und GEc (Oppeln).

Balkanfront Ende Zug 1

Kriegsstatus: Mittelmächte 3 (Mobilisierung), Alliierte 4 (Mobilisierung, ab Winter 1914: begrenzter Krieg), Summe 7, Russland: "Gott schütze den Zar", USA: "U.S. neutral". Siegpunkte: 10

Ich habe mit der Verlegung der BEF eine Aktivierung verschenkt und das Spielern der Ersatzpunkte statt einer Operation war hinsichtlich der bisher geringen Verluste sicherlich nicht unbedingt nötig. Ich fand es schwer den drei deutschen Armee an der Westfront zu begegnen, profitierte aber letztendlich von den schlechten Würfelergebnissen. An der Ostfront habe ich übersehen, dass ich "Pleve" als Kampfkarte hätte spielen können. Ab 1915 verfüge ich aber immerhin über die "begrenzter Krieg"-Karten, während die Mittelmächte mit Ereignissen nachziehen müssten, um den Status zu erreichen.
 

Freitag, 14. Februar 2014

Virgin Queen / Elisabeth I. (1)

Cover
Zuwachs in der Sammlung!

Yeah! Virgin Queen - Wars of Religion 1559-1598 bzw. die deutsche Version Elisabeth I. - Die Religionskriege 1559-1598 von Spielworxx ist bei mir eingetroffen.
 
Das Material macht einen großartigen Eindruck und ich habe mir sämtliche Spielhilfen, Errata und Tipps bei BGG runtergeladen. Die Regeln habe ich die letzten Tage schon einmal gelesen und muss sagen, dass die Übersetzung ganz gut gelungen ist. Die deutsche "Übersetzung" von The Napoleonic Wars (2nd) war ja fast unlesbar, so dass ich wieder furchbares erwartet habe. Schön, wenn man positiv überrascht wird.

Samstag, 1. Februar 2014

Soldier Kings (3)


Spiel: Soldier Kings
Teilnehmer: Sascha, Olaf, Gerrit
Szenario: World at War
Zeit: 25.01.2014, 10.30 - 16.00 Uhr


Mit dem etwas altbackenen Klassiker von Avalanche Press habe ich anscheinend ins Schwarze getroffen. Olaf und Sascha wünschten sich kurzfristig einen neuen Termin. Da war er nun.

Per Losverfahren ermittelten wir zufälligerweise die gleiche Paarung wie beim letzten Mal: Olaf erhielt Frankreich und Russland, Sascha bekam Österreich (mit Sachsen) und Spanien und für mich blieb Großbritannien und Preußen. Bei der außerordentlichen Diplomatierunde, bei der keine Großmacht agitieren durfte, verbanden sich Österreich mit Schweden bzw. Spanien mit der Türkei. Sascha im Glück! Olaf und ich gewannen keinen Blumentopf. Die Versuche von Frankreich die Irokesen bzw. von Russland Venedig zu einer Allianz zu überreden, waren genauso erfolglos, wie die preußischen und britischen Bemühungen die Niederlande zu gewinnen.


Harte Zeiten für Preußen mit Österreich, Sachsen und Schweden an zwei Fronten und einem unsicheren Kandidaten, nämlich Russland im Osten. Frankreich muss sich wohl auch an mehreren Fronten behaupten; im Südosten die Österreicher, im Westen die Spanier mit einer kleinen Seemacht Türken und natürlich auch in den Kolonien. Hier hätten die Irokesen etwas Druck rausnehmen können.
Frühjahr 1756 Europa

Frühjahr 1756 Amerika


Frühjahr 1756


Russland greift Polen an, welches bei Österreich Hilfe sucht. Die polnischen Truppen suchen vorerst ihr Heil in der Flucht und somit fällt Polesien und Warschau (+2). Russland fährt damit die ersten Siegpunkte ein und steht damit direkt an der preußischen Grenze bzw. hat sich einen starken gegnerischen Block im Südosten geschaffen. 


Preußen, jetzt noch unsicherer, wohin sich die Russen nachdem sie mit den Polen fertig sind, wenden werden, ergreift die Initiative und belagert Sachsen. Die sächsichen Truppen  müssen derweil aus Wien zugucken. Die Belagerung kommt gut voran, kann aber nicht abgeschlossen werden. Auf den geplanten Angriff auf Wien wird vorerst abgesehen, da die Schweden im Rücken lauern. Als neuer General wird Generalfeldmarschall James Keith eingesetzt. Nichtsdestotrotz muss Preußen gezwungenermaßen eigene Währung zurückzukaufen und verliert neun Ressourcen.


Auch Spanien ergreift sofort die Initiative und überfällt das kleine Portugal. Dieses erhält Unterstützung aus Großbritannien. Allerdings zu spät, Portugal fällt (+2). Die Flotte bringt sich mit den Resten des Heeres auf dem Meer in Sicherheit. Irrtümlicherweise rücken türkische Truppen nach Wien vor, dass muss aber eine Fehlmeldung gewesen sein, die Türken stationieren ihre Truppen vor den Toren Russlands.


Die Briten haben diesmal eine Strategie. Kurzerhand wird das Engagement der Großmächte auf dem Festland genutzt, um Truppen aus dem südlichen England zu verladen und in die Karibik zu segeln. Die Landung auf Cuba erfolgt überraschend - für die Spanier. Die Festung fällt (+5). Der Rest der Truppen landet im spanischen Florida, wo sich die Belagerung noch hinzieht. Spanien hat damit das erste Heimatgebiet verloren (-5).


Österreich lässt sächsische Truppen in der Hauptstadt zurück und wendet sich nach Süden, gegen Venedig. Die Truppen fallen so plötzlich über die Stadt her, dass die Angreifer keine Verluste erleiden (+4). Die Venezianer ziehen sich auf ihre Flotte zurück und wenden sich hilfesuchend an Großbritannien. Die mit Österreich verbündeten Schweden greifen unvermittelt Mecklenburg an, was unverteidigt in ihre Hände fällt (+2). Damit verliert Preußen nicht nur eines der wenigen Heimatgebiete, sondern auch gleich noch Siegpunkte (-2).


Frankreich bringt die Truppen in der Ile de France in Position und verharrt vorerst in Lauerstellung.

Österreich: +6, Großbritannien: +5, Russland: +2, Frankreich: 0, Preußen: -2, Spanien: -3.


Sommer 1756


Spanien positioniert seine Truppen an der französischen Grenze, wo auch französische Truppen am anderen Ende des Bergpasses warten. Der Vorstoß einer spanischen Flotte in das Mittelmeer wird von der portugiesischen Flotte verhindert, die in Gibraltar auf ihre Gelegenheit warteten. Eine kleine Genugtuung. Die Türken landen auf Menorca, aber eine Eroberung gelingt nicht. Mißerfolg reiht sich an Mißerfolg.


Die gelandeten britischen Truppen erobern zusammen mit den Kolonialtruppen Florida (+1) und verschiffen Truppen aus Cuba nach Neu Granada. Auch diese Festung fällt  den übermächtigen britischen Truppen in die Hände (+3). Die britische Flotte bewegt sich vor den Augen der Franzosen unbehelligt in der Karibik. Das sollte den Spaniern zu denken geben.


Preußen beendet die Belagerung Sachsens (+3) und bringt erste Truppen nach Norden, um den Schweden einzuheizen.

Österreich greift das Piedmont (Königreich Sardinien) an, was sich wie die anderen Mittelmeerstaaten an Großbritannien wendet. Der Fall Piedmonts kann aber nicht verhindert werden (+4). Schwedische Truppen rücken derweil auf Hannover vor, können aber die schwachen Befestigungen dennoch nicht überwinden. Die schwedische Flotte wird derweil zurückgeschlagen und flieht auf die Nordsee.


Frankreich geht gegen den Rat der Großmächte gegen das Heilige Römische Reich deutscher Nation vor. Schwaben wird angegriffen und die Reichstruppen werden vertrieben (+1). Ein entschlossener Angriff auf die österreichische Niederlande hätte mehr eingebracht.


Russland verharrt in Lethargie. Türkische Truppen bedrohen den Süden, Polnisch-österreichische Truppen stehen im Südwesten und starke preußische Verbände im Westen.


Österreich: +10, Großbritannien: +9, Russland: +2, Frankreich und Preußen: +1, Spanien: -7.
 

Herbst 1756


Frankreich hat sich nun doch noch entschlossen die österreichischen Besitzungen in den Niederlanden zu erobern. Trotz großer Verluste gelingt der Angriff (+4). Ein schwerer Schlag gegen die Österreicher, die damit Siegpunkte und eine Besitzung verlieren, die nicht leicht zu kompensieren ist (-4).


Russische Truppen werden nach Volhynien verlegt, um damit wenigstens zwei potentiellen Gegner etwas entgegensetzen zu können. Die preußische Flanke bleibt fast unbesetzt.


Die Skorbut treibt ihr Unwesen in der schwedischen Flotte, damit wird auch die Invasionsarmee ausgelöscht. Die Reste retten sich nach Irland und scheitern an der Eroberung der Insel. Es wird als das "Wunder von Hannover" bezeichnet, dass die Schweden die Belagerung nicht fortsetzen. Vermutlich dachte der Oberbefehlshaber beim Anblick eines Schweinekobens, das wäre schon die Innenstadt Hannovers. Es kann halt nicht alles so schön sein, wie Stockholm.


Großbritannien setzt seinen Siegeszug durch die spanischen Besitzungen weiter fort und erobert Guatemala (+2). Die vereinigte sardisch-portugiesisch-venezianische Flotte greift die türkische Flotte an und vernichtet sie. Ohne Rückzugsmöglichkeit wird die türkische Armee aufgerieben. Menorca bleibt britisch!


Preußen lässt von weiteren Angriffen auf Österreich ab und erobert schwedisch Pommern (+1).


Spanien überfällt die letzte sardische Provinz in dem es Sardinien im Handstreich erobert (+1). Ein herber Schlag für die britischen Verbündeten.



Winter 1756


Nicht alle Großmächte können ihre Truppen bezahlen, so werden preußische und russische Soldaten ohne Sold.

Gerrit - Großbritannien +11, Preußen +2 = +13
Olaf - Frankreich +5, Russland +2 = +7
Sascha - Spanien -8, Österreich +6 = -2

Winter 1756 Europa


Frühjahr 1757


Russland erwacht aus der Starre und überfällt die Krim. Trotz heftiger Gegenwehr dreier Armeen, fällt die Halbinsel (+1). Generalleutnant Apraxin stirbt bei dem Angriff. Es wird gemunkelt, dass die Kugel aus der falschen Richtung kam. Russische Truppen wollen bezahlt werden.


Preußen initiiert die ungarische Revolte, so dass Österreich erst einmal im eigenen Land beschäftigt ist. Schlechtes Timing von Friedrich II., dieses Ereignis hätte besser im Herbst gespielt und mit einem beherzten Angriff koordiniert werden sollen. Mecklenburg ist unverteidigt und wird von den preußischen Truppen und Keith angegriffen und zurückerobert.

Frankreich ist im Siegestaumel und rückt gegen die Niederlande vor. Dieses bringt die europäischen Großmächte in arge moralische Bedenken. Ein Bündnis mit den Niederländern führt zu einer Feindschaft mit Frankreich, ein Verzicht zwingt es in die Armee der Spanier oder Österreicher. Die Niederländer werden schließlich Verbündete Österreichs, werden aber geschlagen (+4).


Großbritannien erobert Venezuela (+2). Die Kolonialtruppen scheitern an der Eroberung Cherokees und müssen sich nach Florida zurückziehen. Aber auch der Angriff auf die schwedischen Invasoren Irlands scheitert. Durch den Tod des sardischen Monarchen, schehren diese auch dem Bündnis aus.


Die südostpazifischen Völker sind beeindruckt von der Stärke Preußens und stellen sich unter ihrem Kommando.

Zwei multinationale Flotten treffen im Mittelmeer aufeinander: die türkisch-spanische Flotte greift die venezianisch-portugiesische im Hafen von Menorca an und vernichtet sie. Türkische Soldaten überrennen die Mauern und erobern für Spanien Menorca (+1).


Österreich schlägt die ungarische Revolte nieder. Die Seeschlacht vor Irland endet unentschieden. Ein erneuter Angriff auf die Festung Irland scheitert. Die Schweden sind sicherlich noch von ihrem peinlichen Irrtum vor Hannover geschockt. Die Briten lachen sie immer wieder aus.


Großbritannie: +12, Frankreich: +9, Preußen und Österreich: +4, Russland: +3, Spanien: -9.


Sommer 1757


Frankreich gibt sich mit den Erfolgen vorerst zufrieden und gruppiert nur die Truppen um.


Preußen versucht Dänemark als Verbündeten zu gewinnen, um auf die dänischen Flotten zurückgreifen zu können. Allerdings haben Spanien und Österreich etwas dagegen. Die pazifischen Völker scheitern an den Mauern Malaccas (niederländisch). In Europa werden die Truppen gegen Österreich in Position gebracht.

Russland verharrt wieder. Vermutlich bekommen die Truppen wieder keinen Sold.


Unbemerkt habe sich spanische Truppen vor Gibraltar versammelt und greifen in einer gut koordinierten Bewegung Gibraltar an. "The Rock" fällt (+1) und damit auch die letzte britische Besitzung im Mittelmeer.


Die schwedischen Truppen sind aus Irland nicht zu vertreiben. Britische Truppen erobern unter schweren Verlusten Cherokee (+2) und Rio de la Plata (+2).


Die niederländische Flotte kommt nun den Schweden im Nordatlantik zu Hilfe. Aber auch hier ohne Erfolg. Österreich selbst konsolidiert die Truppen.

Großbritannien:: +15, Frankreich: +9, Preußen und Österreich: +4, Russland: +3, Spanien: -10.


Herbst 1757


Auch die niederländischen Flotten gelingt es nicht die eingeschlossenen Schweden in Irland zu entsetzen und müssen sich selber in die Nordsee zurückziehen. In einem Handstreich besetzen die Österreicher Schlesien und vertreiben mehrere starke preußische Armeen. Friedrich II. fällt in heldenhaften Kampf, nachdem er alleine und nur mit einer Kugel in der Pistole mehrere österreichische Regimenter aufgerieben hat. Schlesien wird erobert - die Österreicher sagen: zurückerobert, was natürlich falsch ist (+4).


Russland ist es leid, sich von den Österreichern vorführen zu lassen. Eigentlich sind es die Polen, die ihnen das Leben mit ihrer Zähigkeit schwer machen. Eine große russische Armee greift die Österreicher in Schlesien an und zwingt einen Großteil zum Rückzug, bevor sie die Sinnlosigkeit dieses Unterfangens einsehen. General Brown fällt - vom Pferd - in einen Graben - voller Gülle - und ertrinkt. Seine Soldaten können vor lachen nicht helfend eingreifen. Die russischen Truppen haben schwere Verluste erlitten und ziehen sich wieder nach Polen zurück.

Die türkischen Verbündeten der Spanier greifen erfolglos die Krim an und müssen sich zurückziehen. Spanien selbst leckt seine Wunden und weiß nicht genau, wohin es sich wenden soll, um die Kolonien wieder zu erobern.

Die Schiffe der Niederländer sind für die Briten nicht aufzufinden. Britische Truppen rücken nach Mittelamerika vor.

Preußen schlägt die letzten verbliebenen Österreicher in Schlesien und erobert das Gebiet wieder für die rechtmäßige Krone. Malacca fällt in preußische Hände (+2).


Indische Söldner unter französischer Flagge erobern Madras (+3) von den Briten und französische Truppen erobern Hannover (+3). Staatstrauer in Schweden, die haben immer noch nicht begriffen, dass sie Hannover gar nicht erobert hatten...



Ende 1757 Französische Sölnder in Indien

Ende 1757 Großmächte auf dem alten Kontinent

Ende 1757 Preußische Eroberungen im Indischen Ozean

Ende 1757 Britische Eroberungen in der Karibik


Winter 1757


Ein Großteil der russischen Truppen werden aus den Diensten des Zaren entlassen. Aber auch die Briten leiden unter einer vorübergehenden Knappheit an Rekruten und können die Lücken in den Regimentern nicht mehr vollständig schließen.


Olaf - Frankreich +15, Russland +3 = +18
Gerrit - Großbritannien +9, Preußen +6 = +15
Sascha - Spanien -10, Österreich +4 = -6



Die alte Ordnung besteht nicht mehr.
Spaniens Kolonialreich liegt in Scherben, dafür wurden die umliegenden Gebiete, Portugal, Gibraltar und Menorca erobert und die spaniscge Hegemonie über das Mittelmeer ist unbestreitbar - so lange das Bündnis mit den Türken hält. Russland leidet unter ständiger Geldnot. Die Polen konnten nicht bezwungen werden und gegen Österreich und Preußen ist man irgendwie plan- und ratlos. Ist ein offener Krieg gegen die Türkei lohnenswert? Österreich konnte sich nach Südwesten ausbreiten, aber gegen Russland und Preußen sich nicht behaupten. Die Niederlande leiden unter dem französischen Joch. Preußen ist ein Befreiungsschlag gelungen. Die Sachsen und Schweden sind geschlagen, Schlesien dank russischer Hilfe zurückerobert und nur die Österreicher als unmittelbare Gefahr. Aber nur so lange Russland schwach ist. Großbritannien hat seine Besitzungen in Nord-, Mittel- und Südmerika auf Kosten der Spanier ausgebaut, aber dafür sämtliche Stützpunkte in Europa verloren. Die Flotte ist noch ungeschlagen. Frankreich steht als Sieger da. Die Position auf dem Festland ist gefestigt und dank Söldnertruppen in Indien wurden dem ärgsten Widersacher - Großbritannien - wichtige Siegpunkte abgenommen. Aber hat es sich zu viele Feinde geschaffen?

Für das Jahr 1758 zeichnen sich große Konflikte und Bruch von Bündnissen ab. Frankreich gegen Großbritannien, Österreich und Verbündete gegen Preußen und/oder Russland, Spanien und die Türkei  gegen, ja gegen wen eigentlich? Die Wiederherstellung des Reiches gegen dir Briten? Den Ausbau der Besitzungen im Mittelmeer? Oder der aktive Eitnritt gegen eine der Seemächte Frankreich, Großbritannien oder die niederländischen Verbündeten der Österreicher? Jede Nation hat ihren wunden Punkt, derzeit gibt es keine, die um Frieden bittet.

Leider endet das Spiel an diesem Punkt wieder. Ich hoffe in Zukunft auf eine zweitätige Runde, um mehr als zwei Jahre zu schaffen.